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Pinneberger Tageblatt

26. März 2017 | 19:13 Uhr

Jugendbeirat setzt auf Container

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Umdenken Stadt prüft „Geschenk“ des Landes

Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul, dachte sich FDP-Mann Pascal Mangels. Doch sein Vorschlag, für ein Jugendcafé auf die vom Land Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellten kostenlosen Container zuzugreifen, war von der Verwaltung – wie berichtet – eher kritisch bis ablehnend beurteilt worden. Doch das hat sich in der Sitzung des Kinder-, Jugend- und Schulausschusses am Mittwochabend geändert.

Grund: Der Kinder- und Jugendbeirat setzt auf die Container und hat auch ganz konkrete Vorschläge im Gepäck. Ein oder auch zwei Container könnten als Jugendtreff genutzt und im Steindammpark aufgestellt werden. „Das kann passen“, sagte Stadtrat Dirk Moritz. Die Stadt wird nun prüfen, welche Kosten – Abholung, Anschlüsse, Ausstattung – mit der Container-Lösung verbunden wären. SPD, FDP und Grüne unterstützten den Vorstoß. Für die CDU ist der Container nur die zweite Option. „Wir sollten versuchen, in zentraler Lage Räumlichkeiten für ein Jugendcafé zu finden“, sagte Karla Fock. Das könnte in den Sommermonaten zeitlich befristet eingerichtet werden. „Auch als Test, wie es überhaupt angenommen wird.“ In der Vergangenheit war es nicht gelungen, passende und finanzierbare Räume in Citynähe zu finden.

Der Steindammpark: Der Kinder- und Jugendbeirat möchte mit dem Container-Projekt klein anfangen, zunächst eine Ausgabestelle für Spiele und Verpflegung auf den Weg bringen. In der Ideen-Pipeline ist auch, einen Container im Umfeld der Boje-Gemeinschaftsschule aufzustellen, beispielsweise am Zeppelinplatz. Dort könnte ein Treffpunkt für Jugendliche entstehen.

Stadtjugendpfleger Thies Koopman kann sich vorstellen, dass ein Jugendtreffpunkt im Steindammpark auch dazu führen könnte, das Vandalismusproblem an der Boje-Schule besser in den Griff zu bekommen. „Wenn das Angebot im Steindammpark gut ist, dann kommen die Jugendlichen auch.“

Wenn es darum geht, die kostenlosen Container auch an den Schulen aufzustellen, bleibt die Stadt skeptisch. „Welchen Zweck sollen sie erfüllen? Wir dürfen nicht am Bedarf vorbei planen“, mahnte Moritz.

Die Zeit könnte zum Problem werden. Insgesamt gibt das Land 800 Container – in ihnen sollten Flüchtlinge untergebracht werden – ab. Eine Entscheidung wird es in Elmshorn erst im April geben. Und Reservierungen sind nicht möglich. „Das Gebäudemanagement SH kann nicht sagen, ob Elmshorn überhaupt eine Chance auf Überlassung von Containern hat“, sagte Amtschefin Heike Rosemann.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:22 Uhr

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