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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Aufrüstung : Jetzt blitzt es auch bei Rotlicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis Pinneberg investiert 360.000 Euro in neue Messtechnik.

Kreis Pinneberg | Jetzt sollen noch mehr Raser zur Kasse gebeten werden: Die Blitzer im Kreis Pinneberg werden mit einer Summe von insgesamt 360.000 Euro aufgerüstet. Sechs feste und ein mobiles Blitzgerät sind nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Sie werden störanfälliger, müssen laut Kreisverwaltung immer wieder repariert werden. Das lohnt sich nicht mehr. Deswegen sollen neue Anlagen gekauft werden – das hat der Verkehrsausschuss am Dienstagabend beschlossen. 320.500 Euro kostet die Neubeschaffung der mobilen und stationären Technik. Außerdem beschlossen wurde ein Rotlichtblitzer an der Altonaer Straße in Schenefeld. Er wäre das erste Gerät seiner Art im Kreis Pinneberg. Die Kosten: 39.841 Euro.

Was sich Politik und Kreisverwaltung davon versprechen, sind mehr Einnahmen für den Kreis und mehr Sicherheit für die Einwohner. Ein Vorteil der neuen Geräte: Sie liefern hochauflösende Fotos. Das bedeutet, dass sich weniger Fahrer der Strafe entziehen können. Zu deutlich werden sie auf den Blitzerfotos zu erkennen sein.

Das mobile Gerät könne außerdem deutlich flexibler als vorher eingesetzt werden. Bisher habe es viele Einschränkungen an den Messplätzen gegeben. Nun sei das auch an kurvigen Landstraßen, breiten Autobahnen und engen Innenstädten möglich. Künftig könnten auch mehr Standort-Wünsche aus der Bevölkerung erfüllt werden, heißt es in der Beschlussvorlage.

900.000 Fotos seit 2008

Das mobile Gerät sei außerdem kabellos, könne in Echtzeit fotografieren und Daten speichern. Der Akku halte acht Stunden lang, ohne dass er gewechselt werden muss. Das aktuelle Mobil-Gerät ist seit 2008 in Betrieb. Die Kamera hat bisher etwa 900.000 Fotos von Rasern geschossen. Die Qualität der Fotos lasse nach. Auch der Hersteller rate ab 800.000 Fotos zu einem Austausch der Anlage. Seit eineinhalb Jahren sei die Anlage darüber hinaus störanfälliger und wurde immer wieder repariert, zuletzt im April dieses Jahres.

Für Schenefeld wurde vom Verkehrsausschuss der erste Rotlichtblitzer im Kreis genehmigt. Seit 2012 steht dort an der Altonaer Chaussee je Fahrtrichtung eine feste Anlage zur Geschwindigkeitsmessung. In Fahrtrichtung Pinneberg soll nun die Ampel in Höhe der Luninezbrücke aufgerüstet werden, um auch Rotlichtsünder zu überführen. Die Investition kostet knapp 40.000 Euro. Monatlich nehme der Kreis durch den Standort Bußgelder in Höhe von 7000 Euro ein. Durch die Rotlichtblitzer kämen schätzungsweise 2500 Euro hinzu. Die Gesamtkosten für den Blitzer würden sich also laut Schätzung bereits nach 16 Monaten refinanzieren.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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