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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:45 Uhr

Flotter Boogie und kraftvoller Soul : Jazzmusiker begeistern im Ratssaal in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schlechter meets Schechter: Fast alle Eintrittskarten waren im Vorverkauf abgesetzt worden, doch auch wer sich ohne Ticket an der Abendkasse einfand, wurde hereingelassen.

Pinneberg | „Ich hatte beim Plakataufhängen noch nie so viel Erklärungsbedarf. Alle meinten, wir hätten beim Druck ein ‚l‘ vergessen“, schmunzelte Herbert Hoffmann bei seiner Begrüßung im Pinneberger Ratssaal. Doch der Vizechef des Fördervereins SummerJazz stellte klar: „Die Namen sind richtig geschrieben. Matthias Schlechter und Petra Schechter sind weder miteinander verwandt noch verschwägert.“

Er gab damit eine Erklärung auch für die letzten Zweifler und einen humorigen Einstieg in das Konzert der Veranstaltungsreihe „Jazz im Foyer“ am Freitagabend im gut geheizten Sitzungssaal. Fast alle Eintrittskarten waren im Vorverkauf abgesetzt worden, doch auch wer sich ohne Ticket an der Abendkasse einfand, wurde hereingelassen. Summer-Jazz-Vorsitzender Günther Kleinschmidt und seine Helfer schleppten immer wieder neue Stühle heran.

Die Besucher sparten nicht mit Applaus.
Die Besucher sparten nicht mit Applaus. Foto: Krohn

Schlechter meets Schechter – und das zumindest musikalisch zum ersten Mal. Die Wege des Boogie-Woogie-Pianisten und der Sängerin hatten sich jedoch bereits vor 20 Jahren erstmals gekreuzt: beim Summer-Jazz-Festival in der Kreisstadt. Jeder hatte sein eigenes Konzert, gemeinsame Auftritte kamen aber nie zustande. Eine Premiere also im Rathaus, die Liebhabern der flotten Rhythmen viel versprach. Als „Special Guest“ hatte das Duo Achim Erz mitgebracht, einen Schlagzeuger, der in der Vergangenheit mit beiden Musikern mehrfach zusammengearbeitet hatte.

Los ging es mit einem viertelstündigen Soloauftritt Schlechters. „Ich schunkele euch erst mal ein bisschen warm“, kündigte der 37-Jährige einen flotten Boogie an. Sogleich wippten die ersten Zuhörer den Takt mit den Füßen mit. Nach drei Stücken betrat Schechter die Bühne und intonierte eindrucksvoll das legendäre „Summer Time“, das bereits von zahlreichen Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald gecovert wurde. Als versierte Sängerin erwies sich die 47-Jährige auch bei Interpretationen der Softrock-Ballade „Bridge over troubled Water“ von Simon and Garfunkel sowie einer Version von „Stand by me“, die allein das Eintrittsgeld wert war. Pianist Schlechter nutzte nahezu alle 88 Tasten des Flügels für sein leichtfingeriges Spiel, und Drummer Erz hielt das Ganze mit präzisem Schlag zusammen. Die begeisterten Besucher und erklatschten sich mehrere Zugaben. Am Freitag, 27. Mai, wird die Reihe „Jazz im Foyer“ fortgesetzt: Ab 20 Uhr wollen die „Boogie-Woogie-Brothers“ Axel und Torsten Zwingenberger den Ratssaal zum Kochen bringen.

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