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Pinneberger Tageblatt

30. September 2016 | 06:56 Uhr

Weil er nicht gehorchte : Jagdhund erschossen: Der Hundetöter legt alle Ämter nieder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Schütze ist nicht mehr Mitglied im Vorstand der Jägerschaft. Anklage noch offen.

Kreis Pinneberg | Das Urteil der Jägerschaft war eindeutig: „Nicht akzeptabel“. Gemeint war das Verhalten eines Vorstandsmitglieds der Kreisjägerschaft. Der Mann hatte seinen Jagdhund erschossen, weil der nicht gehorcht hatte. Mittlerweile gehört der Hundetöter nicht mehr dem Vorstand der Kreisjägerschaft an.

Wie berichtet, hatte der Haseldorfer seinen Hund erschossen, weil der nicht folgsam gewesen sei und andere Tiere gerissen habe. Das hatte bis weit über die Grenzen des Kreises Pinneberg hinaus für Empörung und Schlagzeilen gesorgt. Auch die Jägerschaft hatte das Verhalten verurteilt: „Er hat gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, da die Tötung nicht im Rahmen jagdlichen Handelns erfolgt ist. Achtung vor der Kreatur und ein respektvoller Umgang mit dem Tier hätten eine andere Lösung erfordert“, hatten Hans Wörmcke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Pinneberg, und Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, erklärt.

„Wir verurteilen ein solches Handeln ausdrücklich und stehen den Ermittlungsbehörden für das weitere Verfahren zur Verfügung“, hatten sie gesagt. Zudem hatten sie deutlich gemacht, dass der Haseldorfer die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand der Kreisjägerschaft nicht weiter ausüben könne. Zuvor sollte der Betroffene aber aus Fairnessgründen angehört werden, hatten sie mitgeteilt.

Vorstand bestätigt Rücktritt

Doch das Problem des schießwütigen Vorstandsmitglieds hat sich mittlerweile erledigt. „Er ist von allen seinen Ämtern zurückgetreten“, bestätigte der Vorstand auf Anfrage. Ob der Halseldorfer sich für seinen Todesschuss vor Gericht verantworten muss, ist offen. Eine Entscheidung, ob Anklage erhoben wird, sei noch nicht gefallen, sagte Carsten Ohlrogge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe.

Im Internet schlugen die Wogen ebenfalls hoch. Auf Facebook diskutierten die User über das Verhalten des Jägers.  Es herrscht vorallem Unverständnis über das Verhalten des Jägers:

 
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erstellt am 16.Sep.2016 | 10:00 Uhr

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