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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 21:39 Uhr

Bönningstedt : Jäger montieren blaue Reflektoren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gegen Wildunfälle: Die Kieler Straße (B4) soll sicherer werden. Kosten werden geteilt.

Bönningstedt | Etwa ein Dutzend Mal pro Jahr kommt es auf der Bundesstraße 4 bei Bönningstedt zu Wildunfällen der schwereren Art. „Rehwild unterschätzt die Gefahr auf der Kieler Straße, springt auf die Fahrbahn und lässt den Autofahrern keine Chance – ein Zusammenprall kann auch für die Fahrzeugfahrer übel ausgehen“, weiß der Bönningstedter Jäger Kai Fleßner.

Gemeinsam mit anderen Jägern des Hegerings 6 ergriff er die Initiative und montierte spezielle Reflektoren an die Begrenzungspfähle der Fahrbahn. Werden sie angestrahlt, blitzen sie blau auf und setzen für das Wild ein Alarmsignal. „Wild wird beim Sehen zwar durch eine Rot-Grün-Schwäche beeinträchtigt, nimmt blau aber als Alarmfarbe wahr“, erläuterte der Fachmann. Ungefähr 30 Meter weit strahlt das Lichtsignal über den Straßenrand hinaus und setzt so für die Tiere ein deutliches Zeichen.

Vergangene Woche griffen Antje Nicklaus, Kai Flessner und Thorsten Arlt in ihrer Freizeit zu Warnweste und Akkuschrauber und brachten die kleinen Kunststoff-Warner an den Pfosten an. 60 Stück sollen nun die Strecke von etwa eineinhalb Kilometern zwischen Bönningstedt und Hasloh für Mensch und Tier sicherer machen. Die Kosten für die mehrere hundert Euro teure Aktion teilten sich die drei Jäger mit dem Hegering und der Kreisjägerschaft. „Wir haben uns mit der Straßenmeisterei Quickborn abgestimmt, die für den Betrieb der Bundesstraße zuständig ist. Alles verlief reibungslos und unbürokratisch“, sagte Thorsten Arlt und ergänzte: „Wir würden uns wünschen, dass die Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg genauso gut funktionieren würde.“

Die Kreisbehörde habe im Nachbarrevier erheblich höhere Anforderungen gestellt, etwa zur Kostenübernahme der Reinigungsbürsten, was solche freiwilligen Aktionen der Jäger mühsam mache, berichtete Arlt. In anderen Bereichen sei das Projekt aus Geldmangel auf Eis gelegt worden.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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