zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Heidefriedhof in Hasloh : Ist die Verwaltung zu teuer?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Finanzausschuss stellt die Ausgaben von 34.000 Euro jährlich infrage.

Hasloh | Die Abrechnungen für den kommunalen Heidefriedhof zwischen den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh für die Kalenderjahre 2013 bis 2015 waren bereits im Bönningstedter Finanzausschuss am 7. Juli Thema. Nun debattierte auch der Hasloher Finanzausschuss über die Kosten, die die Ruhestätte verursacht. Der Friedhof liegt auf Bönningstedter Gebiet, wird jedoch seit seiner Einweihung 1969 von Hasloh und Bönningstedt gemeinsam betrieben.

Zur Unterstützung des Ausschusses war Manfred Heitmann, Vorsitzender des Arbeitskreises „Heidefriedhof“, eingeladen worden. Er hatte die Zahlen der Ausgaben und Einnahmen sowie die Verwaltungskosten genauer unter die Lupe genommen. „Da sind gewisse Zahlen vollkommen utopisch“, lautete Heitmanns Resümee. So seien beispielsweise die Verwaltungskosten viel zu hoch. „Wir haben hier Kosten in Höhe von 34.000 Euro im Jahr“, erklärte er weiter. Als direkten Vergleich führte er den Friedhof Kummerfeld an. „Er hat dieselbe Größe und dasselbe Alter wie der Heidefriedhof und da liegen die Kosten bei 6000 Euro“, berichtete Heitmann.

Diese Diskrepanz kam auch den Ausschussmitgliedern nicht korrekt vor. „Mit vergleichbaren Kosten umliegender Friedhöfe schaffen wir uns eine sinnvolle Argumentationsgrundlage“, sagte Kay Löhr (FDP). „Damit können wir zur Verwaltung gehen und sagen: ‚Eure Zahlen stimmen nicht, weist ihr uns bitte nach, warum ihr 70 Prozent teurer seid, als andere‘.“

Während ihrer Sitzung war die Gemeinde Bönningstedt zum Entschluss gekommen, die Beratungen über die Abrechnungen auf die nächste Sitzung zu vertagen. Auch Hasloh kam zu diesem Ergebnis. „Wir müssen noch einige Zahlen klären“, sagte Gunnar Schacht, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Das Gremium vereinbarte weiterhin, dass sich die Bürgermeister beider Gemeinden mit der Verwaltung Quickborn zusammensetzen, um die Aufteilung der Kosten genau zu analysieren. „Dass der Friedhof derzeit defizitär ist, ist keine Frage, aber wir müssen ja herausfinden, warum es so ist“, betonte Heitmann. Wie zuvor in Bönningstedt votierten die Politiker einstimmig dafür, dass die Verwaltung gebeten wird, die in der Beratung aufgetretenen Fragen zu beantworten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen