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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

Initialzündung für „Seniorenwohnen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

projektCDU hat erste Ideen für Nutzung der Fläche am Lohkamp

„Damit könnte die Begegnungsstätte im Ort abgelöst werden“: So lautet eine der Vorstellungen von Eckhard Schlesselmann (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, zum neuen städtebaulichen Konzept der Rellinger CDU. Am 15. November will die Partei einen entsprechenden Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplans am Lohkamp stellen. Das erklärte Ziel: „Wir wollen eine Wohlfühlgemeinde Rellingen schaffen.“

Der Hintergrund: „Die Bürger werden immer älter – und der Bedarf an altersgerechtem und barrierefreien Wohnen wird immer größer“, sagt Schlesselmann. Bereits im Wahlprogramm 2013 haben sich die Christdemokraten für ein entsprechendes Projekt eingesetzt. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, es umzusetzen“, erörtert er.

Grund für die Verzögerung sei die Suche nach einem entsprechenden Grundstück, betont Dieter Beyrle, Fraktionsvorsitzender der CDU in Rellingen. Auch er war bei der Vorstellung der neuen Idee für seniorengerechtes Wohnen anwesend.

„Wir mussten erst die Situation am Lohkamp klären. Es stand ja zur Debatte, ob die Brüder-Grimm-Schule dort neugebaut wird, oder die bestehenden Räume neustrukturiert und angebaut werden sollen“, begründet Schlesselmann die Verzögerung. Vor Kurzem habe der Investor Semmelhack die Fläche erworben. „Wir sind froh, einen kompetenten Partner an der Seite zu wissen“, sagt der Bauausschuss-Vorsitzende und verweist auf die unterschiedlichen Projekte des Unternehmens im Kreis.

Geplant sei, etwa
100 Wohneinheiten in verschiedenen Haustypen unterzubringen. „Wir reden von 1,5-, 2- und 3-Zimmerwohnungen, die entweder angemietet oder gekauft werden können. Die Preise bewegen sich um und bei 10 Euro je Quadratmeter“, sagt Breyle. „Darüber hinaus soll es auch noch Bungalows geben“, ergänzt er. Wie viele es auf der etwa 19  000 Quadratmeter großen Fläche geben soll, muss noch beschlossen werden, so Breyle.

Zentraler Punkt des Baus: Die Sozialstation – ein „Treffpunkt für den Alltag und Anlaufpunkt für Plege- und Dienstleistungen“, heißt es in einem ersten Infopapier zum Thema. Ferner solle der Charakter Rellingens beim Bauen der Wohnanlage aufgefangen werden. „Die Bewohner sollen sich wohlfühlen und das Gemeindeleben auch zu Fuß erreichen“, sagt Breyle.

Was mit der Fläche des Begegnungstreffs im Rellinger Ortskern passieren soll, wissen die beiden Rellinger CDU-Mitglieder noch nicht, sehen aber die Chance einer Nachnutzung. „Aber erst wenn das erste Projekt durch ist, können wir uns auf das nächste konzentrieren“, betont Schlesselmann indes den Stand der anfänglichen Planung.

Bei „sportlicher Planung“ solle das Projekt binnen zweieinhalb Jahren realisiert werden. Wann Beginn der Arbeiten ist, ist noch offen: „Erstmal muss der
B-Plan durchkommen“, sagt Schlesselmann.

Dem Bau von sozialem Wohnraum erteilte der Bauausschussvorsitzende erneut eine klare Absage: „Das ist illusorisch. Die Lage hat einen hohen Preis. Dort ist nicht alles machen. Eine Bezuschussung ist nicht möglich. Deswegen hat sich die Gemeinde auch gegen einen Kauf entschieden“, so Schlesselmann. Die Wohneinheiten sollen für Rellinger belegbar sein – so soll es zumindest im städtebaulichen Vertrag aufgenommen werden – und das „Klientel bekommen wir schnell zusammen“, ergänzt er.

Über ein Investitionsvolumen können die beiden CDU-Politiker keine Details nennen. „Noch ist ja keine konkrete Planung ergriffen worden. Aber wir reden hier über 100 Wohneinheiten. Das zu realisieren geht nur im zweistelligen Millionenbereich“, mutmaßt Breyle.

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