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Pinneberger Tageblatt

16. Januar 2017 | 14:02 Uhr

An der Grenze zu Polen : Im Kreis Pinneberg gestohlener Audi geht der Polizei ins Netz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 400 Kilometer vom Kreis Pinneberg entfernt stoßen Beamte der Bundespolizei auf einen geklauten Audi A6. Der flüchtige Fahrer liefert sich eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit den Ordnungshütern.

Pinneberg/Pasewalk/Pomellen | Der Polizei ist auf spektakuläre Art ein im Kreis Pinneberg geklauter Pkw ins Netz gegangen. Im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk am gestrigen Dienstagabend einen auf der Autobahn 11 auf Höhe des ehemaligen deutsch-polnischen Grenzüberganges Pomellen fahrenden Audi A6 mit polnischen Kennzeichen. Der Fahrer kam der Aufforderung zum Anhalten zunächst nach, beschleunigte das Fahrzeug dann aber, entzog sich der Kontrolle und fuhr in Richtung Polen. Dabei überfuhr er mit hoher Geschwindigkeit einen Nagelgurt. Eine Beamtin der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei konnte sich durch einen beherzten Sprung zur Seite grad noch vor dem flüchtenden Pkw retten.

Zwei Wagen der Bundespolizei nahmen sofort die Verfolgung auf und rasten dem Audi hinterher nach Polen. Auf Grund der hohen Geschwindigkeit verloren die Einsatzkräfte jedoch den Sichtkontakt zum Fluchtfahrzeug. Die Verfolgung wurde abgebrochen. Auf dem Rückweg nach Deutschland machten die Polizisten dann die erstaunliche Entdeckung: der verlassene Pkw stand ungefähr 250 Meter von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Das Fahrzeug war an der Toreinfahrt eines Werksgeländes verunfallt. In den Reifen befand sich keine Luft mehr. Der Fahrer war flüchtig.

Der Audi A6 konnte durch die an der Frontscheibe angebrachte Umweltplakette identifiziert werden. Das Fahrzeug stammt aus dem Raum Pinneberg und war in der Nacht vom 21. zum 22. Mai 2016 gestohlen worden. Gegen den unbekannten männlichen Fahrer ist ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei, der Urkundenfälschung, der Sachbeschädigung, des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet worden.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 13:44 Uhr

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