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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:51 Uhr

Im Herbst wird wieder gegraben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Archäologie Funde in Borstel-Hohenraden

Experten vom archäologischen Landesamt und der Kreisarbeitsgemeinschaft Archäologie haben Anfang Juli bei ersten Grabungen auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebiets zahlreiche Funde aus der Vergangenheit gemacht. Im Herbst soll nun noch einmal gegraben werden.

„Die ersten Grabungen waren nur eine Voruntersuchung, bei der wir geschaut haben, ob da etwas ist“, sagt Ingo Lütjens vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein. Da das Gebiet neben der Autobahn 23 bereits in einem Fundstellen-Kataster des Landes, das es bereits seit den 1920er Jahren gibt, verzeichnet war, waren die Funde keine Überraschung.

Um die Stelle zu untersuchen, wurden einzelne Furchen ausgebaggert und auf Spuren aus der Vergangenheit gesichtet. Bei der ersten Untersuchung wurden bereits Schmelzöfen, die zwischen 1500 und 2000 Jahre alt sind, Urnengräber und Hinweise auf Häuser gefunden. Die Schmelzöfen wurden dazu genutzt, um Eisen zu bearbeiten. Wichtig zur Datierung der Fundstücke sind Gegenstände aus Metall. Also etwa Eisen oder Bronze. Durch diese können die Fundstellen rückdatiert werden.

Für die Mitarbeiter des Landesamts ist dies eine Puzzlearbeit. „Wir retten die Informationen, die noch im Boden stecken“, so Lütjens. Dadurch, dass die Fläche früher beackert wurde, haben Pflüge vieles beschädigt, was zu dicht an der Oberfläche lag. Alle Funde kommen nach Schleswig ins Landesmuseum.

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erstellt am 26.Aug.2016 | 11:44 Uhr

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