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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Das Sonntagsgespräch : „Ich habe von der Rose gelebt. Jetzt lebe ich für die Rose.“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute mit Gerd Testorf vom Verein Freunde und Förderer des Rosariums.

Uetersen | Gerd Testorf hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Rosarium in Uetersen zum Anziehungspunkt für Besucher und Hochzeitspaare aus der gesamten Metropolregion geworden ist. Im Sonntagsgespräch erläutert der Rosenexperte unter anderem, was das Rosarium so einzigartig macht und warum Rosen die Könige des Gartens sind.

Der gebürtige Uetersener Gerd Testorf (79) hatte vor seinem Ruhestand selbst einen Rosenbetrieb in Uetersen. Der verheiratete Vater einer erwachsenen Tochter war 2007 einer der Initiatoren der Gründung des Vereins Freunde und Förderer des Rosariums und bekam für sein ehrenamtliches Engagement 2009 die Rosennadel verliehen.

Wie kam es zu Ihrem Engagement für das Rosarium?
Ich hatte früher einen Rosenbetrieb und habe von der Rose gelebt. Jetzt lebe ich für die Rose. Ich gehörte deshalb zu denen, die anregten, dass wir uns mehr um das Rosarium kümmern müssen. So entstand der Verein der Freunde und Förderer des Rosariums. Uetersen ist ja schließlich Rosenstadt und sollte auch ein dementsprechendes Bild abgeben, um diesem Namen gerecht zu werden. Deshalb habe ich mich für die Gründung eines Fördervereins eingesetzt.

Wie sieht ihr Engagement für das Rosarium aus?
Eigentlich lässt sich das nicht eingrenzen, weil meine Arbeit so vielfältig ist. So kann ich beispielsweise dank meiner Rosenkenntnisse viel zur inhaltlichen Gestaltung der Parkanlagen beitragen, und habe auch den Bau eines Pavillons und der Hochzeitsinsel angeregt. Außerdem biete ich regelmäßig Führungen durch das Rosarium an, die hervorragend angenommen werden. Uns ist nicht nur wichtig, dass alles erhalten bleibt. Wir sorgen darüber hinaus für regelmäßige Neuerungen. Ich informiere mich ständig über neue Trends in der Rosenzucht und versuche, diese ins Rosarium zu bringen.

Was ist das Besondere am Rosarium?
Es ist ein Schaufenster für die Rose. Das Rosarium profitiert von der Nähe zu mehreren Rosenbetrieben. So bekommen die Besucher eine spannende Pflanzenvielfalt geboten - und das auch noch umsonst.

Welche Bedeutung hat das Rosarium für Uetersen?
Ohne das Rosarium wäre Uetersen eine normale und wahrscheinliche eher unbekannte Kleinstadt. Das Rosarium und die Hochzeitsinsel locken unzählige Touristen und Hochzeitspaare an. Davon lebt die Stadt. Von den vielen Besuchern profitieren auch die Geschäfte in der Innenstadt. So einen Park mit Wasserfläche mitten im Stadtzentrum haben nicht viele Kommunen.

Was fasziniert Sie an Rosen?
Dass sie bis zu sechs Monate blühen, macht sicher einen Teil der Faszination der Rosen aus. Sie stechen nicht nur im Rosarium, sondern auch in ganz normalen Gärten heraus. Die Rose ist sozusagen die Königin im Garten. Es ist ein Traum, wie einen diese Pflanzen anstrahlen.

Ist ein Besuch des Rosariums für Sie Entspannung oder eher Arbeit?
Das Rosarium ist ein Ort, an dem ich mich einfach wohlfühle. Eine solche Oase hat kaum eine andere Stadt. Und wenn, wurde dafür richtig viel Geld ausgegeben. Außerdem bin ich ein aktiver Mensch und genieße es, mich für meine Heimatstadt einzusetzen. Als gebürtiger Uetersener hänge ich nicht nur am Rosarium, sondern an der ganzen Stadt. Ich bin Uetersener mit Leib und Seele, und will dazu beitragen, das Rosarium zu erhalten. Für die Stadt ist es wichtig, dass Leute da sind, die etwas von Rosen verstehen. Da Uetersen wenig Geld hat, ist die Stadt darauf angewiesen, dass Neuerungen im Rosarium möglichst preiswert sind und keine hohen Folgekosten verursachen.

Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis im Uetersener Rosarium?
Sehr viel hat es mir bedeutet, dass ich für mein Engagement die Rosennadel bekommen habe. Damit werden in Uetersen Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Über die Verleihung dieser Ehrennadel habe ich mich riesig gefreut.

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erstellt am 11.Sep.2016 | 13:30 Uhr

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