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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:58 Uhr

Hockeyplatz: Der x-te Versuch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Standortfrage CDU und SPD schlagen Stadion 2 und Müßentwiete als Alternative vor / Grüne werfen Verwaltung Versagen vor

Bei der Suche nach einem Standort für einen Kunstrasen-Hockeyplatz des VfL Pinneberg haben CDU und SPD zwei neue Vorschläge gemacht und die Verwaltung in der Ratsversammlung am Donnerstagabend mit einer Bearbeitung beauftragt. So soll auf Anfrage der SPD geprüft werden, unter welchen Bedingungen auf dem Sportplatz an der Müßentwiete eine geeignete Fläche für einen Kunstrasenplatz genutzt werden kann. Er biete außer den beiden bestehenden Fußballfeldern, Flächen im Randbereich, die für einen Kunstrasenplatz geeignet sein könnten.

Die CDU schlägt als möglichen Standort den Grandplatz neben dem Rosengarten im so genannten Stadion 2 vor. „Die Verwaltung soll die Belegung prüfen und sich mit den Vereinen auseinandersetzen, was es für Lösungen gibt, und uns die Kosten sagen, damit es zügig vorangeht“, sagte Ratsherr Andreas Meyer (CDU). Er bedauere es, dass die Eigeninitiative vom VfL Pinneberg da sei, aber die Verwaltung es nicht hinbekomme. Uwe Hönke, Geschäftsführer des VfL Pinneberg, nahm an der Sitzung erst gar nicht teil. Wie berichtet, hatte der VfL im Juli den Antrag auf Erstellung eines Kunstrasenplatzes zurückgezogen. Mehr als sechs Jahre laufen die Diskussionen, seit zwei Jahren wurden Arbeit, Zeit, Ressourcen und Geld in das Projekt investiert, das der VfL so gut wie allein mit Sponsoren stemmen will. Die Baukosten belaufen sich auf bis zu 270  000 Euro. Doch nun glauben die Verantwortlichen des VfL nicht mehr an eine Realisierung. Zu viele Steine seien ihnen in den Weg gelegt worden. Zuletzt hatte die Stadt eine Fläche für den Hockeyplatz an der Raa ins Gespräch gebracht, die sich als einzigartiges Biotop mit einer sogenannten eingetragenen Dienstbarkeit im Grundbuch darstellt. Die Politik kritisiert die Verwaltung, sich darüber nicht vorher informiert zu haben.

„Wir sind raus“, sagte Hönke gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Jetzt müsste die Stadt mit fertigen Lösungen auf den Verein zukommen. Doch der VfL behalte sich weiterhin vor, auch in Nachbargemeinden nach einem Standort zu suchen.

Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige) sagte während der Ratsversammlung, dieser Tagesordnungspunkt sei „ein Schandfleck“. „Wir prüfen uns zu Tode. Wenn wir soweit sind, hat sich die Hockeyabteilung längst aufgelöst.“ Er könne verstehen, dass der VfL die Schnauze voll habe und warf der Verwaltung Sabotage und Versagen vor. Dennoch stimmte er für die beiden Anträge.

Uwe Lange (Die Bürgernahen) stimmte dagegen. „Augenwischerei. Hier werden Hoffnungen gemacht, die sich nicht erfüllen“, erläuterte er gestern sein Votum.



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erstellt am 23.Jul.2016 | 16:20 Uhr

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