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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 11:03 Uhr

Hockey-Platz: Ein letzter Strohhalm

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Planung Kommt die Kunstrasenfläche doch an die Raa? VfL-Sportler enttäuscht: Leistungsträger verlassen bereits die Sparte

Die Optionen an Flächen für den Bau eines Hockey-Kunstrasenplatzes in Pinneberg schmelzen dahin. Immer weiter. Auch die Vorschläge von CDU (Stadion 2 ) und SPD (Außensportanlage bei der Müßentwiete) als Standorte lassen sich nicht realisieren.

„Wir sind genauso frustriert wie der VfL. Meine Hoffnung ist gesunken“, sagte Ratsherr Herbert Hoffmann (SPD) im Ausschuss für Kultur, Sport und Jugend am Mittwochabend. CDU-Ratsherr Dietrich Drechsler stellte fest, dass er Unterlagen habe, die bis 2009 zurückreichten. „Da hat der VfL Pinneberg die Initiative ergriffen“, so Drechsler.

Seit mehr als zwei Jahren ist der VfL mit Hochdruck dabei. Der Verein würde in das Projekt 300 000 Euro einbringen. Auf einem Spendenkonto sind bereits 20 000 Euro. Außerdem gibt es „Letters of Intent“ – also Absichtserklärungen, Geld zu spenden. Doch die umfangreiche Vorlage, die die Verwaltung zu dem Thema Hockeyplatz dem Ausschuss vorlegte, lässt kaum noch Möglichkeiten offen. Drechsler wies auf eine Fläche an der Raa zwischen Wiese und Kegelanlage hin. Die war bereits mal im Gespräch. Doch auf die Stadt würden für die Schaffung einer Ausgleichsfläche etwa Kosten von 100 000 Euro zukommen.

„Ich glaube nicht daran, weil es in der Summe zu viele Hürden gibt“, kommentierte VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke diese Variante auf Anfrage unserer Zeitung. Er war am Abend zu Gast im Ausschuss. Die umfangreiche Unterlage dokumentiere, dass es in Pinneberg auf den städtischen Flächen nicht möglich sei, eine neue Fläche für einen Kunstrasenplatz auszuweisen, sagte er.

Konsequenz: „Der VfL wird seine Bemühungen verstärken, das Projekt außerhalb Pinnebergs zu realisieren. Wir prüfen, was möglich ist und werden entsprechend Gespräche führen“, so Hönke. Doch die Verzögerungen zeigen längst Spuren in der Hockeysparte, die aktuell 205 Mitglieder hat. „Es ist das eingetreten, was wir immer wieder betont haben: Die Leistungsträger im Herrenhockey haben die Sparte verlassen“, sagte Hönke. Es gebe auch eine wachsende Unzufriedenheit bei der Elternschaft, weil sie das Gefühl hätten, seit Jahren vertröstet zu werden. „Es ist bei dieser Lage schwierig, die Motivation der ehrenamtlichen Abteilungsleitung hochzuhalten.“

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erstellt am 23.Sep.2016 | 16:20 Uhr

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