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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 15:17 Uhr

Paukenschlag in Pinneberg : Hockey: Der VfL spielt jetzt in Rellingen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Pinneberger hoffen in der Nachbargemeinde auf den lang ersehnten Kunstrasenplatz. Der RTV hat ein neues Sportangebot.

Pinneberg/Rellingen | Während die Pinneberger Verwaltung nach Anträgen von SPD und CDU zwei weitere Standorte für einen Kunstrasen-Hockeyplatz in der Kreisstadt prüft, schafft der VfL Pinneberg weiter Fakten: Seit Dienstag ist die Kooperation mit dem Rellinger Turnverein (RTV) offiziell. Mit einem Handschlag besiegelten Thilo Dohrmann, stellvertretender RTV-Vorsitzender, und Andreas Freyer, stellvertretender Vorsitzender der Hockeyabteilung des VfL, in der Sporthalle an der Rellinger Caspar-Voght-Halle ihre zukünftige Zusammenarbeit.

„Wir schaffen damit die Voraussetzungen für einen Kunstrasenplatz“, sagte Freyer. Ein Paukenschlag. Denn der VfL zieht damit Konsequenzen, nachdem er in Pinneberg mit seinem Vorhaben bislang auf Granit gestoßen ist. Mehr als sechs Jahre laufen die Diskussionen um eine geeignete Fläche, erst im Juli hatte Pinnebergs größter Verein den Antrag auf Erstellung eines Kunstrasenplatzes zurückgezogen. Die Verantwortlichen glauben nicht mehr an die Realisierung des Projekts auf Pinneberger Boden, das sie hauptsächlich allein stemmen wollen.

Der Traum vom Leistungszentrum

Seit Monaten war bekannt, dass sich der Verein auch in den Nachbargemeinden nach einem Standort umsieht. Nun blickt er hoffnungsvoll nach Rellingen, eine Gemeinde, die im Gegensatz zur Stadt Pinneberg, die unter dem Rettungsschirm des Landes steht, finanziell gut aufgestellt ist. Die Wahl des Treffpunktes am Dienstag fiel nicht zufällig auf die Caspar-Voght-Schule. Die bekommt zum Schuljahr 2017/18 die gymnasiale Oberstufe. Die Vorbereitungen in der Baumschulgemeinde laufen auf Hochtouren. In den kommenden Jahren soll eine Summe in zweistelliger Millionenhöhe fließen.

Freyer macht kein Geheimnis daraus, dass das Interesse der Pinneberger Hockeyverantwortlichen geweckt ist. „Wir träumen schon länger davon, Hockey als Schulsport zu integrieren und eine Art Leistungszentrum zu schaffen“, sagt er und fügt an: „So etwas gibt es in Schleswig-Holstein bislang nicht.“ Im Zuge der Umgestaltung der Rellinger Schule tut sich eine Chance auf. Aber das sei noch Zukunftsmusik, betont Freyer. Erstmal sei mit der Kooperation der Grundstein gelegt.

Der RTV profitiert ebenfalls: Er nimmt Hockey mit in sein Angebot auf. „Für uns bedeutet die Zusammenarbeit eine Erweiterung des Sportangebots und wir treiben damit den Breitensport voran“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, der 1581 Mitglieder zählt und besonders im Handball, Turnen, Judo und Volleyball gut aufgestellt ist.

Stadt weiter um Standort bemüht

Mitglieder verliert kein Verein. „RTVler spielen gegen einen Spartenbeitrag bei uns mit“, sagt Freyer. Trainiert wird auch weiterhin in Pinneberg, wo die Hockeyspieler die Sporthalle Thesdorf und die der Theodor-Heuss-Schule nutzen. „Die Hallen sind für Rellinger gut erreichbar“, sagt Freyer.

Die Stadt Pinneberg bemüht sich indes weiter um einen geeigneten Standort für den Kunstrasenplatz. Im September will die Verwaltung den Stand der Dinge präsentieren.

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erstellt am 01.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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