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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:23 Uhr

Heute beginnt ihr Abenteuer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schüleraustausch 15-jährige Pinnebergerin fliegt für ein halbes Jahr nach Ecuador / Jette Kienappel erhält ein Teilstipendium

Ecuador – ein Land in Südamerika im Andengebirge mit einer kilometerlangen Küste und einem vielfältigen Klima. „Wie hast du dich denn für Ecuador entschieden?“, wird Jette Kienappel häufig überrascht gefragt. „Das ist einfach etwas ganz Anderes, ich möchte die Herausforderung wagen und eine für mich komplett neue Kultur kennenlernen“, antwortet die 15-Jährige dann. Die Vorfreude steht ihr ins Gesicht geschrieben. Für ein halbes Jahr wird sie als Austauschschülerin in der nördlichen Stadt Ibarra wohnen und die Schule besuchen.

Im vergangenen Herbst hatte sich Jette bei der Austauschorganisation „Youth For Understanding“ (YFU) beworben. Vom Motivationsschreiben bis zur Beantragung des Visums war es ein langer Weg. Für ihren Auslandsaufenthalt erhält sie von ihrer Organisation ein Teilstipendium. Ihr soziales Engagement hat dazu beigetragen: Die Schülerin der Theodor-Heuss-Schule (THS) organisierte den Karibuni-Spendenlauf im Juli und setzt sich ehrenamtlich in der Kirche ein.

Nach langem Warten erhielt Jette vor zwei Monaten Nachricht: Ihr wurde eine Gastfamilie in Ecuador zugewiesen, Mutter, Vater und zwei Gastbrüder. „Ab dem Zeitpunkt konnte ich viel besser planen“, berichtet Jette. Mit Google Maps suchte sie nach dem Haus, in dem sie die nächsten Monate verbringen wird. In Ibarra, einer Stadt in den Bergen, etwa eine Stunde von der Hauptstadt Quito entfernt. In Lateinamerika war die Pinnebergerin bisher noch nicht. Für die Unterschiede in der Kultur, etwa das Tragen einer Schuluniform, ist sie aufgeschlossen: „Das finde ich mega spannend. Ich weiß noch nicht, was mich erwartet, ich lasse es einfach auf mich zukommen.“

Eine Verbindung zu Ecuador besteht schon: Der Cousin ihrer Mutter hat dort drei Jahre lang gewohnt. Auch der Schüleraustausch ist der Familie nicht fremd. Jettes ältere Schwester war vor zwei Jahren in den USA und berichtete viel Positives vom Auslandsaufenthalt. „Als sie nach Hause zurückkam, merkte man, dass sie viel erwachsener geworden ist“, erzählt die 15-Jährige. Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, Aufgeschlossenheit: Nur einige der Charaktereigenschaften, die während eines Schüleraustausches entwickelt werden und für Jette zur Motivation gehören. Zudem wird sie Spanisch lernen, sowohl in der Schule als auch zu Hause bei der Gastfamilie. Mit Sprachbarrieren umzugehen, hat Jette bereits während eines einwöchigen Austauschs in Frankreich gelernt. Zuhause sitzt momentan ihre Gastschwester, eine Austauschschülerin aus Argentinien, mit am Esstisch.

„Ich hoffe, in Ecuador viele Menschen kennenzulernen und von meiner Gastfamilie gut aufgenommen zu werden.“ Bei der Abreise überwiegen Aufregung und Spannung. Ihren 16. Geburtstag und Weihnachten wird sie auf einem anderen Kontinent verbringen. Nach der Ankunft erwartet sie ein Vorbereitungscamp in Quito, das sie auf die dortige Kultur einstimmen wird. Der Koffer ist bereits gepackt: Heute fliegt Jette los und das Erlebnis in Ecuador beginnt.

YFU schickt jährlich an die 1200 Schüler ins Ausland und etwa 600 kommen im Gegenzug nach Deutschland. Wer selbst sich wie Jette ins Abenteuer stürzen möchte – als Gastfamilie oder Austauschschüler –, findet weitere Informationen online.

> www.yfu.de

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