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Pinneberger Tageblatt

23. März 2017 | 19:32 Uhr

Heimatverein vor der Auflösung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Engagement Keiner will den Vorsitz der Appener Vereinigung übernehmen / Arbeit soll trotzdem weitergehen

Der Appener Heimatverein steht vor dem Aus, da bei der Jahreshauptversammlung in der vergangenen Woche kein neuer Vorsitzender gefunden wurde. Der gesamte Vorstand sei zurückgetreten und es habe sich kein Kandidat gefunden, der die Führungsrolle übernehmen wolle, erklärte der bisherige stellvertretende Vorsitzende Ewald Bremer.

Die meisten Mitglieder seien ebenso wie er selbst für eine solche Aufgabe zu alt. Gibt es keinen Vorsitzenden, ist die Auflösung eines Vereins unausweichlich. Bremer hofft deshalb, dass sich eventuell doch noch jemand aus Appen zur Verfügung stellt, der bisher nicht in der Verantwortung stand oder noch gar kein Mitglied des Heimatvereins ist. „Wir wollen retten, was noch zu retten ist“, so Bremer. Die Arbeit des Heimatvereins und vor allem die Pflege des Archivs und der Sammlung in der Gärtnerstraße sollen nach Möglichkeit auch nach der eventuellen Auflösung des Vereins weitergehen. Bei der Suche nach einer Lösung können die etwa 80 Mitglieder auf die Unterstützung des stellvertretenden Bürgermeisters Walter Lorenzen (SPD, kleines Foto) bauen.

Lorenzen gehört dem Verein selbst an und hält dessen Einsatz gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten für unverzichtbar. 2019 feiert Appen sein 750-jähriges Bestehen. Zum Programm wird auch ein Rückblick auf vergangene Zeiten und die Entwicklung des Ortes gehören. Eine Aufgabe, für die der Heimatverein geradezu prädestiniert ist, erklärt Lorenzen.

Deshalb sucht der stellvertretende Bürgermeister nun nach Möglichkeiten, wie es zur Not auch ohne Vorsitzenden weitergeht.

Dafür soll demnächst Kontakt zum Schleswig-Holsteinischen Heimatbund aufgenommen werden, um den um Rat zu fragen. Lorenzen könnte sich vorstellen, dass eine Fusion mit einem der benachbarten Heimatvereine eine Möglichkeit wäre, die Arbeit in Appen fortzuführen. Die Probleme in der Mitgliederstruktur waren schon vor der Jahreshauptversammlung deutlich geworden Der Heimatverein löste vor kurzem den 1988 ins Leben gerufenen Singkreis „De Tuunpiepers“ wegen Überalterung auf (unsere Zeitung berichtete).

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erstellt am 06.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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