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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 11:07 Uhr

Haslohs Neue Mitte wächst weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zweiter Bauabschnitt Kommunalaufsicht genehmigt Kreditaufnahme für den Grundstückskauf / Verträge noch in diesem Jahr

Der Hasloher Finanzausschuss hat am Donnerstagabend über den ersten Nachtrag zum Haushalt des laufenden Jahres beraten. Notwendig ist dieser, um Geld für Grundstückskäufe für den zweiten Bauabschnitt der Neuen Mitte bereitzustellen.

„Wir haben der Kommunalaufsicht des Kreises die zwischenzeitlich erstellte Wirtschaftlichkeitsanalyse vorgelegt“, berichtete der Ausschussvorsitzende Gunnar Schacht (SPD). Nach der Beantwortung mehrerer Rückfragen der Behörde sei signalisiert worden, dass die Investition genehmigt werden wird. Darüber hinaus werde Geld für Planungskosten benötigt. Insgesamt werden dafür 350  000 Euro zur Verfügung stehen.

Schacht skizzierte die Ausgaben und Einnahmen der kommenden Jahre. „Für 2017 rechnen wir mit Planungskosten in Höhe von 300  000 Euro und etwa 955  000 Euro Erschließungskosten“, sagte Schacht. Im Folgejahr fielen für die Erschließung noch einmal knapp eine Million Euro sowie 900  000 Euro für den Erwerb weiterer Grundstücke an.

„Dem gegenüber stehen die Erlöse aus den Verkäufen, wo wir für 2018 und 2019 mit jeweils etwa 3,9 Millionen Euro rechnen“, erläuterte Schacht. Zusammengenommen kosten Planung, Erschließung und der Erwerb der Flächen etwa 4,5 Millionen Euro. Alles, was übrig bleibt, soll in die Sanierung der Peter-Lunding-Schule fließen.


Bebauung erfolgt abschnittsweise


„Die Vermarktung der Grundstücke muss sukzessive erfolgen, damit unsere Infrastruktur nicht überfordert ist“, erklärte Schacht. Nun müsse zügig überlegt werden, was für Häuser und wie viele davon errichtet werden sollen und ob eventuell die Gemeinde Sozialwohnungen baut. „Wir sollten auch darüber nachdenken, ob wir die Vermarktung allein machen oder Hilfe in Anspruch nehmen“, sagte Schacht.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) gab im Gespräch mit unserer Zeitung zu bedenken, dass alle vorliegenden Zahlen Modellrechnungen seien. „Ob das dann so eintritt, hängt von vielen Faktoren ab“, betonte er. Dabei gebe es eben auch Risiken, die Hasloh gar nicht beeinflussen könne. „Wer weiß schon, wie der Zins-Markt in zwei Jahren aussieht?“, sagte Brummund.

Auch Grundstückspreise änderten sich durchaus. „Und die Erschließungskosten müssen ausgeschrieben werden – das kann weniger aber eben auch mehr werden“, sagte der Bürgermeister. Zudem sei in den Berechnungen nicht berücksichtigt, dass durch den Zuzug junger Familien möglicherweise auch weitere Investitionen im Kindergarten- und vor allem im Krippenbereich notwendig werden.

Im nächsten Schritt will die Gemeinde die Verträge mit den Eigentümern von Grundstücken mit einer Fläche von 25000 Quadratmeter festzurren. Ein Areal derselben Größe im zweiten Bauabschnitt ist bereits im Besitz der Gemeinde.

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erstellt am 24.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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