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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:36 Uhr

Harte Prüfung für Nachwuchsretter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Leistungsabzeichen Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Land treffen sich in Pinneberg / Anspruchsvoller Parcours gemeistert

Teamwork, Zusammenhalt, Ausdauer und Geschwindigkeit: Diese Eigenschaften waren am Sonnabend auf dem Sportgelände Kampfbahn B in Pinneberg gefordert. 15 Jugendfeuerwehren aus ganz Schleswig-Holstein nahmen an der Leistungsspangenabnahme der Deutschen Jugendfeuerwehr teil.

„Das wird mit der Gesellenprüfung im Handwerk verglichen. Oftmals ist die Leistungsspange die Voraussetzung, um in die aktive Wehr aufgenommen zu werden“, erläuterte Torben Fehrs, Kreispressewart Jugendfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, die Bedeutung die Prüfung. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die in der Jugendfeuerwehr erworben werden kann. Allerdings nur im Team.

Jeweils neun Jugendliche ab 15 Jahren mussten im Team insgesamt fünf Aufgaben erfüllen, um das begehrte Abzeichen zu erlangen. Es galt, Fragen zum Allgemeinwissen und zu feuerwehrtechnischen Herausforderungen zu beantworten, in der Staffel 1500 Meter in 4:10 Minuten zu absolvieren, 120 Meter Schlauch ohne Drehung auszurollen, als Gruppe beim Kugelstoßen die Weite von 55 Metern zu übertreffen und einen Löschangriff aufzubauen.

„Eine Gruppe musste direkt nach Hause fahren, weil sie bei der Löschübung durchgefallen ist. Diese darf als einzige nicht wiederholt werden“, berichtete Fehrs. Ein Element der Saugleitung hatte sich verkantet. Als die Jugendlichen es endlich gelöst hatten, war deren Zeit bereits abgelaufen. Den anderen 14 Teams, von denen mit den Jugendfeuerwehren Kummerfeld, Pinneberg, Borstel-Hohenraden, Wedel, Barmstedt-Rantzau und einer gemischten Gruppe aus Ellerhoop, Tornesch und Brande-Hörnerkirchen sechs aus dem Kreis Pinneberg kamen, gelang es dagegen, den „Löschangriff nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3“ im Zeitlimit korrekt aufzubauen.

21 der landesweit 40 Bewerter des Landesfeuerwehrverbands waren für die Leistungsspangenabnahme nach Pinneberg gekommen. „Die Teilnehmer werden den ganzen Tag begutachtet, ob sie etwas falsch machen“, sagte Fehrs. Denn außer den reinen Ergebnissen zählte auch das Auftreten der Gruppe, das Verhalten untereinander und gegenüber den Bewertern, aber auch wie Kommandos innerhalb des neunköpfigen Teams weitergegeben und wie damit umgegangen wurde. „Feuerwehr funktioniert nur im Team. Daher müssen sich alle an Regeln halten, aber auch miteinander kommunizieren können“, sagte Fehrs.

Die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin Nicole Nieber und Kreisbrandmeister Frank Homrich übergaben nach mehr als fünf Stunden Dauerbegutachtung 107 Jugendlichen aus 14 Gruppen die Leistungsspangen.

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