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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 06:48 Uhr

Ackerfestival in Kummerfeld : Hardrock, Soul und Nudelpfanne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rund 500 Besucher weniger als im Vorjahr 2015. Insgesamt 14 Bands sorgen für Stimmung.

Kummerfeld | Ein Jahr zuvor hat es in Strömen geregnet, Sturmböen sind über den Platz gefegt und haben Zelte aus der Verankerung gerissen. Davon war bei der 13. Auflage des Ackerfestivals am Wochenende keine Rede. Nahezu regenfrei und bei lauen spätsommerlichen Temperaturen feierten mehr als 1500 meist junge Menschen ausgelassen und friedlich zwei Tage lang auf dem Sportplatzgelände am Ossenpadd. 14 Bands aus fast ganz Deutschland sowie eine Combo aus Schweden begeisterten mit einer bunten Mischung aus Stilrichtungen wie Hip Hop, New Wave, Hardrock, Soul, Punk und Trash.

Die Besucherzahl blieb allerdings deutlich unter 2000, der Rekordmarke der vergangenen zwei Jahre. „Es könnte daran liegen, dass wir dieses Mal das letzte Ferienwochenende haben. Normalerweise findet das Festival immer nach den Sommerferien statt“, vermutete Lars Korinth, Pressesprecher des Vereins Ackerfestival, der seit elf Jahren für die Planung und Organisation verantwortlich zeichnet. Mehr als 70 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, darunter außer Vereinsmitgliedern die Feuerwehr Kummerfeld, das Technische Hilfswerk und der Gemeindebauhof.

Aufgrund der Größe der Veranstaltung hatte die Ordnungsbehörde zum ersten Mal eine  Auflage erteilt, bereits vor den Kasseneingängen Taschen und Rucksäcke zu kontrollieren. Spektakuläre Funde der Sicherheitskräfte gab es jedoch nicht. Lediglich einige Besucher mussten ihre mitgebrachten Glasflaschen in einem Container entsorgen.

Hinsichtlich der Auswahl der Bands hatten die Organisatoren auf Altbewährtes gesetzt. „Wir sind offen für fast alle Musikstile, nur Schlager wollen wir nicht“, betonte Korinth. Einige Bands waren in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu Gast in Kummerfeld. Gewissermaßen zum Inventar gehören die „Wohnraumhelden“, ein Duo der ersten Festivalstunde, das am Sonnabend mit neunköpfiger Verstärkung auf der Acker-Bühne Bigband-Klänge intonierte. Zum ersten Mal dabei war die Combo „Rhonda“, die im Gegensatz zu den meisten Gruppen, die sich eher den härteren musikalischen Gangarten verschrieben haben, druckvollen Soul mit viel Gefühl spielte.

Auf dem Rasenplatz neben dem Veranstaltungsgelände waren etwa 300 Zelte aufgebaut worden. Zu den 1000 Besuchern, die eines der auf diese Zahl limitierten Camper-Tickets ergattert hatten, gehörten Tony (20), Kilian (19) und Marie, die aus Plön nach Kummerfeld gereist waren. „Wir waren im Internet auf der Suche nach einem Festival in der Nähe, das nicht so teuer ist wie zum Beispiel Wacken und sind dabei auf das Ackerfestival gestoßen“, sagten sie. Auf dem Campingplatz versorgten sie sich selbst: „Vielleicht mal ein Würstchen heißmachen, Ravioli aus der Dose kann man auch kalt essen.“ Zum kulinarischen Angebot auf dem Areal an der Bühne gehörte außer Grillwürstchen und Fleisch einmal mehr die vom Ackerfestivalverein kreierte Nudelpfanne. „Garantiert hundertprozentig vegan, mit frischem Gemüse wie Porree, Karotten, Kohl und Bambussprossen“, versicherten Nadine und Adam, die mit der Essensausgabe alle Hände voll zu tun hatten: „Die Pfanne geht weg wie warme Semmeln.“

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erstellt am 05.Sep.2016 | 16:30 Uhr

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