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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:43 Uhr

Pinneberg wächst : Grünes Licht einen für neuen Stadtteil

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

360 Wohneinheiten sind im Mühlenauquartier geplant.

Pinneberg | Erst die Parkstadt mit 250 Wohneinheiten, jetzt das fünf Hektar große Mühlenauquartier am Pinneberger Bahnhof: CDU und SPD haben am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung den städtebaulichen Vertrag für das Ilo-Gelände auf den Weg gebracht. Die Grünen und Unabhängigen stimmten dagegen.

Der Hamburger Investor Matrix plant auf dem Areal der ehemaligen Ilo-Motorenwerke einen neuen Stadtteil mit Wohnungen und Gewerbeflächen – das sogenannte Mühlenauquartier. Jetzt sind die Rahmenbedingungen festgezurrt, ein positives Zeichen für den Investor. CDU und SPD überraschten mit einem gemeinsamen Antrag: 360 Wohneinheiten, davon 20 Prozent gefördert, sollen gebaut werden. Matrix wollte ursprünglich nur 15  Prozent.

Ein Drittel des Geländes ist für Gewerbe vorgesehen. Während der Ausschusssitzung im März hatte der Punkt Altlasten auf dem Ilo-Gelände noch die Gemüter erregt, am Mittwochabend war er nicht mehr der Rede wert. Die Politik hat sich darauf geeinigt, dass der Investor Matrix einmalig 200.000 Euro an Pinneberg zahlen soll – 50.000 Euro mehr als zunächst von Matrix angeboten. Das Restrisiko liegt dennoch weiter bei der Stadt.

Bei der Entwicklung des Bebauungsplans soll auch für ausreichend Parkplätze gesorgt werden, auch darauf legte sich die Politik fest: Insgesamt werden auf dem Ilo-Areal sowie dem ehemaligen Güterbahnhof etwa 530 bis 630 Stellplätze entstehen. Kritik kam von den Grünen: Sie wollten zusammen mit der Fraktion Die Bürgernahen den städtebaulichen Vertrag kippen und die Verwaltung beauftragen, eine zweite Untersuchung zu den fiskalischen Auswirkungen – den Straßenbau, Kitas, Schulen betreffend – bezüglich der Entwicklung des Gebietes vorzunehmen.

SPD und CDU stimmten dagegen und warfen den Grünen vor, das Projekt zu verzögern. „Das ist keine Alternative“, sagte Dr. Dieter Koch (SPD). „Jede Stadt muss sich weiterentwickeln, jede Stadt muss ein anderes Bild präsentieren“, sagte Klaus Seyfert (CDU). „Wir wollen Klarheit haben und Pinneberg positiv voranbringen“, erwiderte Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige). Auch die Anträge der Grünen, alle Wohnungen barrierefrei zu bauen und 30 Prozent der Wohneinheiten als öffentlich geförderte Wohnungen mit Belegungsrechten durch die Stadt Pinneberg zu errichten, fanden im Ausschuss keine Mehrheit.

Der städtebauliche Vertrag muss nicht mehr in der Ratsversammlung beraten werden. CDU und SPD ließen durchblicken, dass sie in den vergangenen Tagen Gespräche mit dem Investor geführt hätten. Der will 2017 mit dem Projekt loslegen.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 12:30 Uhr

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