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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 11:42 Uhr

Grüne kämpfen gegen Kahlschlag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kommunaler Servicebetrieb soll im Umweltausschuss Rede und Antwort stehen

Die Fraktion Grüne und Unabhängige kämpft seit langem gegen den Kahlschlag in Pinneberg. Jetzt fordert sie ein Arbeitsgespräch über neue Gerichtsurteile, die die Haftung bei Schäden durch Bäume betreffen. Daran sollen der Kommunale Servicebetrieb Pinneberg (KSP), eine Institution, die mit diesen rechtlichen Dingen befasst ist, und eine Naturschutzorganisation teilnehmen.

In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag erklärte Peter Thomsen (Grüne und Unabhängige), worum es geht. In diesem Jahr habe der Kommunale Servicebetrieb Pinneberg (KSP) mehrere Baumfällungen unternommen, die zu Nachfragen geführt haben. Es seien Bäume in einem umzäunten Gebiet gefällt worden, in dem es keinen öffentlichen Besucherverkehr gebe, so die Grünen. Es handelt sich hierbei um ein Gelände der Stadtwerke.

„Der KSP war dafür nicht zuständig“, erklärte Silkata Sahin-Adu, Chefin des KSP. Sie sagte, dass der Auftrag der Stadtwerke an eine externe Firma ging, die für die Ausdünnung verantwortlich zeichnet. Hier ging es darum, eine Brunnenanlage der Stadtwerke für Mitarbeiter verkehrssicher zu halten.

Der KSP rechtfertigt jedoch seine Baumfällaktionen: „Da Gerichte inzwischen von der Haftung nicht mehr freisprechen, nur weil beispielsweise ein Schild ‚Betreten auf eigene Gefahr‘ durch die Kommune aufgestellt wurde, muss hier von der Stadt Pinneberg gerade in finanziell schwieriger Lage und ohne Hausjustiziar auf Gefahrminimierung geachtet werden“, so Sahin-Adu.

Den Antrag für ein Arbeitsgespräch hält die CDU für überflüssig. „Es werden so viele Bäume gefällt, wie es ein Areal verträgt“, sagte Klaus Seyfert (CDU). Dennoch wird es im Juni ein Arbeitsgespräch geben – allerdings nur mit dem KSP. Die Grünen konnten sich nicht dahingehend durchsetzen, dass außerdem eine Institution und eine Naturorganisation daran teilnehmen.


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erstellt am 29.Apr.2016 | 16:14 Uhr

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