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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 15:00 Uhr

the voice of germany : Großer Auftritt vor Millionenpublikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Neuendorfer Fabian Blesin ist heute als Kandidat bei der Castingshow „The Voice of Germany“ zu sehen

Ein Auftritt auf einer Weihnachtsfeier in Hainholz, ein anderer in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen – das sind sie auch schon, die öffentlichen Auftritte, die Fabian Blesin als Sänger hatte. Zumindest bis heute Abend, denn dann wird ein Millionenpublikum dem 18-jährigen Neuendorfer bei seinem Auftritt im Fernsehen zusehen.

Fabian Blesin ist Kandidat bei der Musikshow „The Voice of Germany“ des Senders ProSieben. Das besondere dabei: Äußerlichkeiten spielen keine Rolle, den Auftritt der Kandidaten bei den sogenannten „Blind Auditions“ können die Jurymitglieder nur hören. Denn sie sitzen in einem Drehstuhl mit dem Rücken zur Bühne.Für Fabian Blesin ist die Show die Möglichkeit, eine unparteiische Meinung von Profis zu seiner Musik zu bekommen. „Freunde und Familie sagen mir, ich hätte eine tolle Stimme. Aber da war ich immer etwas misstrauisch, ob da wirklich etwas dran ist.“ Seit zwei Jahren macht er Musik, das Gitarrespielen hat ihm sein Bruder beigebracht. „Ich spiele hauptsächlich für mich alleine“, erklärt der Schüler. „Nebenbei habe ich noch einen Youtube-Kanal, aber der ist noch recht klein.“

Das könnte sich heute ändern, wenn Millionen Zuschauer heute Abend seine Musik hören. Die Konkurrenz ist allerdings hart, viele der 150 Kandidaten haben schon jahrelange Bühnenerfahrung, einige verdienen mit der Musik sogar schon ihr Geld. „Das war am Anfang ganz schön einschüchternd“, sagt Blesin. „Bei ,The Voice’ wurde uns aber der Rat gegeben, nicht zu sehr darauf zu achten, jeder sei einzigartig.“ Bei ihm, glaubt der ehemalige KGSE-Schüler, ist es „das Gefühl in der Stimme. Ich rattere die Texte nicht einfach runter, ich erzähle eine Geschichte.“ Deshalb sind es auch die Lieder von Singer-/Songwritern wie Ed Sheeran, die ihn besonders beeinflussen.

Heute Abend ist Fabian Blesin im Fernsehen mit dem Song „Stressed out“ der Twenty One Pilots zu sehen. „Es ist eins meiner Lieblingsstücke, weil mir die Message viel bedeutet“, sagt er. „Es geht darum, wie in der Kindheit alles so viel einfacher war und wie man dann im Erwachsenenleben auf einmal mit tausend Sachen klar kommen muss. Damit kann ich mich im Moment gut identifizieren.“

Der 18-Jährige beginnt gerade eine Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten in Pinneberg. Später möchte er Erzieher werden – auch wenn er eine Karriere als Musiker nicht ganz ausschließt „wenn ich die Möglichkeit dazu bekommen würde.“ Beim Telefoninterview ist Blesin gerade auf Klassenfahrt, seit er seinen Schulkameraden an der Berufsschule von seinem Auftritt bei „The Voice“ erzählt hat, muss der „Voice“-Kandidat mindestens einmal am Tag etwas vorsingen. „Die sind alle sehr stolz darauf“, sagt er.

Dabei war es gar nicht so leicht, in die Show zu kommen. Schon im Februar hat Fabian Blesin an einem Vorcasting in Hamburg teilgenommen. Es folgte eine Einladung nach Berlin per Mail, die er in seinem Postfach übersah und zwischendurch schon dachte, alles sei vorbei. Dann kam die Einladung aber noch einmal per Telefonanruf. Erst nach dem Casting in Berlin erhielt Blesin im Mai die langersehnte Einladung zur Show. Die Aufzeichnung war vor zwei Monaten. „Ich war extrem nervös“, sagt er. „Als ich auf der Bühne stand, habe ich extrem gezittert.“ Ob sich einer der vier prominenten Jurymitglieder für ihn umgedreht hat, darf Blesin noch nicht verraten. Seine Favoriten unter den Team-Coaches sind auf jeden Fall Samu Haber („Sunrise Avenue“) – „weil ich seine Stimme und seine Musik gut finde“ – und Michi Beck und Smudo („Fantastischen Vier“) – „weil die einfach cool sind“.

Die Show um 20.15 Uhr auf ProSieben guckt Blesin heute Abend mit ganz vielen Freunden und Familienmitgliedern zuhause auf einer großen „Voice“-Party bei seinen Eltern.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 05:21 Uhr

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