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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 17:10 Uhr

Arbeitsnachwuchs aus Pinneberg : Glückwünsche von der Ministerin - Kristin Alheit gratuliert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zwei junge Männer wagen den Schritt von der Lebenshilfe-Werkstatt in den ersten Arbeitsmarkt.

Pinneberg | Mit Danny Schmidt (23) und Anil Celebi (24) haben jetzt zwei junge Menschen den Sprung aus der Pinneberger Lebenshilfe-Werkstatt Eichenkamp in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt geschafft, tauschen den sogenannten Werkstattstatus gegen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit ein. Möglich wurde diese Erfolgsgeschichte unter anderem durch das Projekt „Budget für Arbeit Schleswig-Holstein“, mit dem das Kieler Sozialministerium seit Anfang des Jahres erwerbsunfähigen Menschen mit einer Behinderung einen Weg hin zu einem regulären Job eröffnet. Gestern trafen die jungen Männer in den Räumen der Werkstatt Eichenkamp auf Sozialministerin Kristin Alheit (SPD), um von ihren Erfahrungen zu berichten.

„Es ist besonders schön, wenn etwas, das wir uns im Ministerium ausgedacht haben, dann vor Ort umgesetzt wird“, sagte Alheit im Beisein von Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Behrens, Werkstattleiter Andreas Flynn und Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Für Danny Schmidt und Anil Celebi bedeutet der Arbeitsvertrag, der zunächst auf drei Jahre befristet wurde, die Sicherheit der Werkstatt Eichenkamp zu verlassen, allerdings mit der Option, jederzeit zurückkehren zu können. Danny arbeitet inzwischen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Klein Nordende, ist unter anderem zuständig für den Fuhrpark und die Geräte sowie die Tiere, vor allem Rinder und Pferde. Anil arbeitet in der Getränkeabteilung des Famila-Marktes Elmshorn.

Beide kennen ihr jeweiliges Unternehmen gut, haben erstmals über ein Praktikum Kontakt bekommen und besetzten dort anschließend lange einen ausgelagerten Arbeitsplatz. Damit gehörten sie zwar weiter zur Werkstatt Eichenkamp, bekleideten allerdings einen externen Arbeitsplatz. Dass nun mit einem regulären Arbeitsvertrag eine neue Grundlage für die Zusammenarbeit geschaffen werden konnte, verdanken die jungen Männer auch dem Projekt „Budget für Arbeit“. Weil darin die Mittel der Ausgleichsabgabe für Betriebe, die keine behinderten Menschen beschäftigen, und der Eingliederungshilfe zusammengeführt wurden, bekommen Unternehmen einen Lohnkostenzuschuss von 70 Prozent – auch für Danny und Anil. Famila-Warenhausleiterin Karoline Strauß hält diese Finanzspritze für gerechtfertigt. „Wir stellen Anil in den nächsten Jahren einen Mitarbeiter zur Seite, um ihn weiter einzuarbeiten und seine Fähigkeiten zu entwickeln“, sagte sie. Das koste Geld. Auch Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Behrens lobte das Instrument. „Es würde eine Überforderung des Arbeitsmarktes bedeuten, wenn die Arbeitgeber keinen Ausgleich bekämen“, sagte er. Landesweit sind bislang 21 Anträge auf Übernahme junger Menschen und damit Lohnkostenzuschuss eingegangen, 19 hat das Land bereits bewilligt, zwei stehen kurz davor.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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