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Pinneberger Tageblatt

31. August 2016 | 02:26 Uhr

Besucherrekord in Pinneberg : Gesundheitsvorsorgetag des VfL Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bei dem 18. Gesundheitsvorsorgetag des VfL Pinneberg wurde sich über Parkinson, Schlaganfall, Demenz und Depression informiert.

Pinneberg | Das Sprichwort „Ohne Fleiß, kein Preis“, hat das Team des VfL Pinneberg beim 18. Gesundheitsvorsorgetag am Sonnabend ernstgenommen: Wer bei der Tombola mitmachen wollte, musste einen komplett ausgefüllten Gesundheitspass vorlegen. Seh-, Hör-, Fitness- und Koordinationstests gehörten ebenso dazu wie Cholesterin-, Blutzucker-, Blutdruck und Fußdruckmessung sowie eine Körperfettanalyse. „Wer mitmacht, wird hier bei uns komplett durchgecheckt“, sagte Dieter Fischer, Organisator der Gesundheitsmesse in der Rathauspassage.

Insgesamt 26 Aussteller präsentierten ihre Angebote und konnten sich über eine so gute Nachfrage wie noch nie freuen. „Ich bin mir sicher, dass es mehr als 1000 Besucher waren“, bilanzierte Fischer. Im vergangenem Jahr hatte der VfL-Gesundheitssportler 800 Besucher gezählt. „Das freut mich vor allem, weil es sich um sehr spezielle Krankheitsbilder handelt, die oft auch Tabuthemen sind“, sagte Fischer. Parkinson, Schlaganfall, Demenz und Depression waren in diesem Jahr die Kernthemen des Gesundheitsvorsorgetags. „Im letzten Jahr hatten wir den Tag der Orthopädie. Das war einfach. Rücken hat jeder“, scherzte Fischer. Daher sei der hohe Besucherzuspruch ein echter Erfolg.

Heilpraktikerin Ute Delfs-Siemer (l.) und Podologin Gisela Kahnes servierten den Besuchern frisch zubereitete Smoothies.
Heilpraktikerin Ute Delfs-Siemer (l.) und Podologin Gisela Kahnes servierten den Besuchern frisch zubereitete Smoothies. Foto: Fröhlig

Während sich in der Passage die Aussteller präsentierten, fanden in dem Räumen der Sparkasse Südholstein Fachvorträge zu den jeweiligen Krankheitsbildern statt. „Die Vorträge waren quasi alle ausgebucht“, sagte Erik Krebs, Vorsitzender der Abteilung Fitness, Turnen und Gesundheit beim VfL. Bis zu 70 Zuhörer lauschten den Referenten der Regio-Kliniken Pinneberg und Elmshorn, der Asklepios Klinik Hamburg, dem Theis Media Center aus Itzehoe sowie niedergelassenen Ärzten. „Mehr Stühle hätten wir auch gar nicht gehabt“, sagte Fischer und warb für sein Konzept: „Diese Kombination aus Messe und Vorträgen ist einmalig in Schleswig-Holstein.“ Die Fachvorträge wurden vom Kreis- sowie Landessportverband und dem Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein als Fortbildung anerkannt. „Daher war es auch für viele Übungsleiter eine zusätzliche Motivation zu uns zu kommen“, erläuterte Krebs.

„Die Nachfrage bei uns ist nicht so groß“, stellte Klaus Lüdicke, Leiter der Parkinsongruppe Rellingen, fest. Dennoch sei er von der Veranstaltung nicht enttäuscht gewesen: „Der Weg in eine Selbsthilfegruppe ist ein schwerer Weg. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich habe selbst neun Jahre gebraucht.“ Nur etwa 22.000 der bundesweit etwa 320.000 Parkinsonerkrankten seien in Gruppen organisiert. „Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass es uns gibt und uns vielleicht in einem ruhigeren Rahmen ansprechen“, bilanzierte Lüdicke.

„Die Leute können sich beim Einkaufen informieren“, beschrieb Krebs einen der Vorteile des Umzugs aus der Rübekamphalle vor drei Jahren. „Wer dorthin gekommen ist, hatte ein klares Anliegen. Hier ist es viel ungezwungener, und man kann sich einfach umschauen, ohne den Kontakt suchen zu müssen.“

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erstellt am 22.Feb.2016 | 13:00 Uhr

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