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Pinneberger Tageblatt

02. Dezember 2016 | 23:16 Uhr

Kreis Pinneberg : Fördermillionen für die Region

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Den Nahverkehr verbessern, Biotope erhalten, E-Mobilität stärken und Breitband ausbauen: Das sind einige der Projekte, welche im Kreis Pinneberg von zahlreichen Trägern gemeinsam in Angriff genommen wurden.

Kreis Pinneberg | Radwege, E-Mobilität, Internet und Naturschutz – das alles soll sich im Kreis Pinneberg verbessern. Insgesamt 7,2 Millionen Euro fließen dafür in die Region. Der Kreis Pinneberg selbst beteiligt sich mit etwa 190.000 Euro. Im Kreisgebiet ist das Team „Regionalplanung und Europa“ dafür zuständig. Die Verwaltung hat nun eine Liste vorgelegt, die einen Überblick über laufende und bereits abgeschlossene Projekte gibt. Eine Auswahl.

Der Nahverkehr soll verbessert werden – vor allem die Situation auf dem Land.

Der Nahverkehr soll verbessert werden – vor allem die Situation auf dem Land.

Foto: dpa
 

Nahverkehr Im Verbund der Metropolregion Hamburg werden derzeit die meisten Projekte realisiert. Drei sind bereits fertig gestellt worden, sechs weitere laufen noch. Eines ist Teil des Dachprojekts „Regionale Erreichbarkeitsanalysen“. Unter anderem wollen die Planer den Nahverkehr auf dem Land verbessern, indem sie etwa Haltestellen im Umland der Metropolregion Hamburg besser erreichbar machen. Beteiligt sind außer dem Kreis Pinneberg die Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Neumünster, Ostholstein, Stormarn, Uelzen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und der Heidekreis. Gesamtkosten für das Projekt: 312.500 Euro. Mit 250.000 Euro wird es aus Fördertöpfen der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gefördert. Der Kreis Pinneberg steuert für den Personennahverkehr 8750 Euro bei.

Die Holmer Sandberge.

Die Holmer Sandberge.

Foto: PT
 

Außerdem auf der Agenda der Metropolregion Hamburg: Die Stärkung des Biotopverbunds auf regionaler Ebene. Für den Kreis Pinneberg bedeutet das: Der Regionalpark Wedeler Au soll als Naturschutzgebiet stabilisiert und die Landschaftsentwicklung nachhaltig werden. Gesamtkosten: 150.000 Euro, davon kommen 120.000 Euro aus Fördertöpfen. Der Kreis Pinneberg muss nichts dazuzahlen, hat aber die Leitung inne. Das Projekt endet voraussichtlich Ende 2018.

Bis Ende dieses Jahres soll außerdem das Projekt „Herausforderungen im demografischen Wandel in der Maritimen Landschaft Unterelbe“ gestaltet werden. Ziel ist, Trends und Potenziale der Region zu erkennen. Die Projektträger wollen unter anderem die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Siedlungsgebieten beurteilen, ihre Auswirkungen auf die Region analysieren und Handlungsempfehlungen geben.

Wirtschaft Im Rahmen der Regionalen Kooperation (RK) Westküste wird das gleichnamige Projekt umgesetzt. Das Regionale Entwicklungskonzept sieht die Einrichtung eines Regionalbüros vor. Von dort aus sollen regionale Tourismus- und Energiekompetenzregionen der Westküste begleitet werden. Beteiligt sind außer den Kreisen Pinneberg, Steinburg, Heide, Nordfriesland und deren Wirtschaftsförderungsgesellschaften die Industrie-und Handelskammern Kiel und Flensburg. Von den etwa 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten trägt das Innenministerium Schleswig-Holstein fast 900.000 Euro. Kosten für den Kreis Pinneberg: bis zu 50.000 Euro.

Breitbandausbau: Bis 2018 sollen alle Haushalte im Kreis Pinneberg versorgt sein.
Breitbandausbau: Bis 2018 sollen alle Haushalte im Kreis Pinneberg versorgt sein. Foto: dpa

Internet Das Land Schleswig-Holstein fördert das Projekt „Breitbandversorgung im Kreis Pinneberg“. Bis 2018 sollen alle Haushalte im Kreis Pinneberg mit Internet versorgt sein, davon mindestens 95 Prozent mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde.

50 Ladestellen für E-Autos werden rund um Hamburg gebaut.
50 Ladestellen für E-Autos werden rund um Hamburg gebaut. Foto: dpa
 

E-Mobilität Auf Bundesebene wird das Projekt „HansE“ durchgeführt. Bis Dezember kommenden Jahres sollen Fahrer von Elektroautos mehr Möglichkeiten zum Tanken bekommen. Demnach sollen rund um Hamburg 50 gut erreichbare Ladestationen gebaut werden. Die Einrichtung der E-Tankstellen kostet insgesamt 3,4 Millionen Euro und soll Ende 2017 abgeschlossen sein. Bezuschusst wird es mit 1,6 Millionen Euro vom Bund. Der Kreis Pinneberg trägt keine Kosten.

Fit für Europa Auf europäischer Ebene soll die „Europafähigkeit der Kommunen“ in Schleswig-Holstein gestärkt werden. Dafür soll zum Beispiel der Landtag besser mit dem Kreis Pinneberg verzahnt werden. Darüber hinaus soll eine Repräsentanz in Brüssel erreicht werden. Dafür sollen Kontakte gestärkt und ausgebaut werden.

Radschnellwege werden analysiert und sollen optimiert werden.
Radschnellwege werden analysiert und sollen optimiert werden. Foto: dpa
 

Mögliche Antragsteller sollen über Fördermöglichkeiten beraten und zur Teilnahme motiviert werden. Gemeinden, Verbände, Schulen und Forschungseinrichtungen haben dann einen Ansprechpartner. Gesamtkosten: etwa 250.000 Euro. Der Anteil des Kreises Pinneberg beträgt 123.000 Euro. Das Projekt wurde im April 2015 gestartet und soll im März 2017 abgeschlossen sein. Die Regionalplanung Europa ist Thema im Wirtschaftsausschuss am Dienstag, 19. Juli. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 18.30 Uhr in der Kreisverwaltung, Kurt-Wagener-Straße 11.

Der Kreis Pinneberg hat ein Team Regionalplanung und Europa. Die Mitglieder sind für die übergemeindliche, regionale Planung, die bauleitplanerische Betreuung und das statistisch-kartographische Infosystem verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Europaarbeit im Kreis Pinneberg, Naherholung und Tourismus, Planen und Bauen – Licht im Planungsdschungel, ein regionales Entwicklungskonzept für Helgoland sowie für die A23/B5. Ansprechpartner ist Hartmut Teichmann vom Fachbereich Bürgerserive, Recht und Bauen. Er ist erreichbar unter Telefon 04121-45024413 sowie per E-Mail an h.teichmann@kreis-pinneberg.de.
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erstellt am 06.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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