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Pinneberger Tageblatt

26. März 2017 | 07:29 Uhr

Einsatzkräfte im Kreis Pinneberg : Feuerwehren haben meist tagsüber ein Problem

vom

Der Kreisfeuerwehrverband weiß, dass die meisten Einsatzkräfte nicht dort arbeiten, wo sie Mitglied sind.

Tornesch | Große Ereignisse werfen bekanntermaßen ihre Schatten voraus. Das ist auch beim Kreisfeuerwehrverband Pinneberg nicht anders. „Die heutige Jahreshauptversammlung ist eine besondere. Wir feiern in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen unseres Verbands“, sagte Kreiswehrführer Frank Homrich am Wochenende vor etwa 100 Delegierten der Kreiswehren im Gartenbauzentrum Ellerhoop. Das Jubiläum soll am 10. September groß gefeiert werden. Geplant ist ein Familientag auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Tonesch-Ahrenlohe mit Rettungsübungen, Spielen für Kinder und anderen Aktionen.

Dann werden auch die neuen Gebäude und Räumlichkeiten der Zentrale zu besichtigen sein. Im zweiten Bauabschnitt, der im vorigen Jahr abgeschlossen wurde, hat der ABC-Dienst eine moderne Unterkunft erhalten. Die Werkstätten für Atemschutz und Hydraulik zogen in größere Räume um. Auch für die Ausbildung der Brandschützer wurden neue Räume geschaffen. „Die Fertigstellung des Bauabschnitts war ein Höhepunkt in 2016“, betonte Homrich in seinem Jahresbericht.

3134 Mal rückten die Einsatzkräfte aus

Insgesamt 3134 Einsätze haben die 53 Wehren im vorigen Jahr absolviert, 101 weniger als 2015. „Dies spiegelt jedoch nicht die Belastung einzelner Wehren wider“, so der Kreisbrandmeister. Alle hätten Probleme wegen der schwindenden Tagesverfügbarkeit der Aktiven, da viele Feuerwehrfrauen und -männer außerhalb ihres Wohnorts arbeiteten. Die Zahl der Mitglieder aller Feuerwehren im Kreis belief sich Ende 2016 auf 2692 – 14 weniger als ein Jahr zuvor. „Da wir aber eine hervorragende Jugendarbeit leisten, sollte uns diese Zahl kein Kopfzerbrechen bereiten“, so Homrich.

Die Leitungsposition der Jungretter-Truppe übernimmt nach dem einstimmigen Votum der Delegierten Gerlinde Langeloh: Nach dem mit dem selben Ergebnis gefassten Wahlvorschlag während der Jahresversammlung der Kreisjugendfeuerwehr vor zwei Wochen wurde sie zur Kreisjugendfeuerwehrwartin gewählt. Die 51-jährige Brandschützerin aus Ellerbek tritt die Nachfolge von Ernst-Niko Koberg an, der sein Amt vor einem Jahr niederlegte.

Insgesamt 36 Blauröcke wurden durch Kreiswehrführer Homrich befördert beziehungsweise für besonderes ehrenamtliches Engagement im Kreisfeuerwehrverband mit der Florian-Medaille ausgezeichnet. Zudem wurden Wehrführer, Stellvertreter und Fachwarte, die nicht wieder zur Wahl angetreten waren, verabschiedet. Eine besondere Ehre wurde Michael Bunk, Wehrführer in Kölln-Reisiek, zuteil: Er erhielt die Silberne Ehrennadel des Kreisverbands. „Michael hat in seiner Amtszeit die Öffentlichkeitsarbeit großartig ausgebaut, sodass wir heute in den Flächen hervorragend aufgeteilt und aufgestellt sind. Er war jederzeit ansprechbar und hat oftmals Termine innerhalb weniger Stunden wahrgenommen, bei denen es um die Darstellung des Kreisfeuerwehrverbands ging“, lobte Homrich die Arbeit des Oberbrandmeisters und langjährigen Pressesprechers.

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