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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Feine Salonmusik im Cap Polonio

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VERANSTALTUNG Stadt lädt zum 16. Pinneberger Neujahrskonzert ein / Vorverkauf beginnt am 26. November

Das Jahr 2017 beginnt in Pinneberg mit einem musikalischen Hochgenuss: Die Stadt und die Volksbank Pinneberg-Elmshorn präsentieren das 16.        Pinneberger Neujahrskonzert am Sonntag, 8. Januar. Unter der Leitung und Moderation von Cord Garben spielen Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg in der Besetzung des großen Salonorchesters.

„Für Pinneberg ist das eine große Sache. Das finden wir im Hamburger Gürtel nicht ein zweites Mal“, sagt Cord Garben, der siebenfache Grammy-Awards-Preisträger und künstlerische Berater des Kulturvereins Pinneberg. Bürgermeisterin Urte Steinberg nannte das Konzert während des Pressegesprächs einen „musikalischen Leckerbissen“.

Salonorchester – das sind Instrumental-Ensemble, die vor allem für die Aufführung von Unterhaltungsmusik aus der Zeit zwischen etwa 1880 und 1950 zum Einsatz kamen. Die Idee stammt aus dem bürgerlichen Salon und dem Ballsaal des 19. Jahrhunderts. „Es brach allerdings zusammen, als es den Rundfunk gab“, erklärte Garben. Davor hörten die Menschen vielen Salonorchestern zu.

Nun lässt Garben diese Art von Musik in Pinneberg wieder auferstehen: „Es spielen Top-Leute, die sonst nicht nach Pinneberg kommen würden.“ Es käme auf jeden Solisten an. „Man versteht die großen Komponisten erst, wenn man sie in reduzierter Fassung hört.“

Auf dem Programm stehen Duette, dafür konnte Garben die Opernsängerinnen Miriam Sharoni und Jale Papila gewinnen. Aber auch die Klassiker, die bei jedem Neujahrskonzert erklingen, wie die Fledermaus-Ouvertüre und der Radetzky-Marsch, werden zu hören sein. „Das erwarten die Besucher“, so Garben. Zur Wiener Klassik, die gespielt wird, erzählte er eine schöne Anekdote. Als der Vollblutmusiker einmal in Wien war, entdeckte er in einer Bibliothek für Musikliteratur zahlreiche Kompositionen von Johann Strauss. Mehrere Tage kopierte er die Papiere und spielte die arrangierten Stücke später im deutschen Radio. In Wien bekam man davon Wind und verhängte ein Kopierverbot. „Ich bin der einzige, der sie besitzt und habe schon viele Anfragen bekommen“, sagte Garben. Doch er wolle sie so lange behalten, wie er musikalisch tätig sei. Gut für die Besucher des Neujahrskonzerts, die daran partizipieren.

Jetzt heißt es, sich Eintrittskarten für die Neujahrskonzerte im Cap Polonio, Fahltskamp 48, zu sichern. Es gibt zwei Vorstellungen: ab 11 Uhr und ab 19 Uhr. Die Tickets sind ab dem 26. November im Vorverkauf im Bücherwurm, Dingstätte 24, erhältlich.

Karten gibt es zu 28 beziehungsweise 22 Euro plus ein Euro Vorverkaufsgebühr. Für die zwei Konzerte werden je 400 Karten ausgegeben, Schüler kommen am Vormittag für zehn Euro Eintritt in das Ausnahme-Konzert.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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