zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 09:34 Uhr

Schnell-Statistik für Bönningstedt : Fehlalarme halten Wehr auf Trab

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Insgesamt acht Einsätze in fünf Tagen.

Bönningstedt | Eine Serie, die am Mittwoch , 24. August, begann, hat die Bönningstedter Freiwillige Feuerwehr fünf Tage lang mächtig auf Trab gehalten. Allerdings seien bei den acht Einsätzen vier Fehlalarme von Brandmeldeanlagen zu verzeichnen gewesen, berichtete Wehrführer Stefan Birke. Drei Notrufe am Sonntag, 28. August, waren auf das Gewitter am Abend mit Starkregen und Hagelschlag zurückzuführen.

Bei Bränden, der Befreiung von Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen und bei Hilfeleistungen in Not- und Unglücksfällen, die durch Naturereignisse verursacht wurden, sind die Leistungen der Feuerwehr unentgeltlich. Bei Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen kann die Feuerwehr ihren Aufwand – also Material und Personal  zu dem in der Satzung festgelegten Preis  in Rechnung stellen. Davon kann jedoch auch ganz oder teilweise abgesehen werden, etwa wenn dies eine „unbillige Härte“ darstellt oder aber „gemeindliche Interessen“ vorliegen, wie etwa bei einem Schulgebäude. Im Versicherungsfall dagegen muss eine Rechnung verschickt – und auch bezahlt –  werden.

Die erste Fahrt am vergangenen Mittwoch führte die Brandschützer gegen 17.30 Uhr zu einem Gewerbebetrieb am Nordring. „Vor Ort konnte lediglich ein Fehlalarm festgestellt werden und die Feuerwehr konnte nach kurzer Erkundung wieder einrücken“, erklärte Birke. Einen Tag später fuhr die Wehr um 13.07 Uhr erneut zu dem Betrieb – und wieder hatte die Brandmeldeanlage ohne ersichtlichen Grund Alarm geschlagen.

Der nächste Einsatz allerdings machte deutlich, warum wirklich jede Alarmierung ernst genommen werden muss: Am Freitag, 26. August, wurden die Kameraden um 10.29 Uhr in die Winzeldorfer Straße gerufen. Dort hatte sich ein Lkw auf dem Hof eines landwirtschaftlichen Betriebs die Ölwanne aufgerissen – 40 Liter drohten, in die Kanalisation zu gelangen. „Wir haben das Restöl mit einer Wanne aufgefangen und mit etwa 120 Kilogramm Ölbindemittel verhindert, dass das Öl in einen Entwässerungsgraben läuft“, erläuterte Birke.

Kaum waren die Feuerwehrmänner zurück an der Wache, ging der Melder wieder los: Eine Lagerhalle an der Kieler Straße war das Ziel, dort hatte die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen. Nach einer Begehung des Objekts gab die Wehr Entwarnung. Und rückte am Sonnabend, 27. August, um 13.31 Uhr erneut in den Nordring aus – um einmal mehr festzustellen, dass es dort nicht brennt.

„Das kann schon ein Stück weit witterungsbedingt sein“, sagte Birke im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Brandmeldeanlagen der Betriebe seien nach seiner Ansicht gut in Schuss gewesen. Dennoch ziehen diese Einsätze weitere Arbeit nach sich: Laut Gebührensatzung der Gemeinde muss der Aufwand der Wehr den Firmen in Rechnung gestellt werden. „Wir rechnen die Einsätze ab und die Verwaltung in Quickborn prüft dann, ob sie einen Gebührenbescheid erlässt“, erklärte der Wehrführer.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Aug.2016 | 12:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen