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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Liberale Verkehrskonzepte : FDP-Landtagsabgeordneter Christopher Vogt fordert drittes Gleis für den Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum Vortrag „Stadt, Land, Verkehrs-Fluss“ des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und politischen Sprechers für die Bereiche Wirtschaft und Verkehr der FDP-Fraktion im Kieler Landtag waren mehr als 40 Zuhörer gekommen.

Pinneberg | „Verkehrspolitik bewegt die Massen – auch bei der FDP“, stellte Landtagsabgeordneter Christopher Vogt bei einem Treffen mit Pinneberger Liberalen fest. Zum Vortrag „Stadt, Land, Verkehrs-Fluss“ des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und politischen Sprechers für die Bereiche Wirtschaft und Verkehr der FDP-Fraktion im Kieler Landtag waren mehr als 40 Zuhörer gekommen.

„Verkehrspolitik ist mein Lieblingsthema, auch wenn man in Depressionen ausbrechen könnte“, sagte Vogt. Straßen seien von Bund und Ländern jahrelang als selbstverständliche Infrastruktur wahrgenommen worden. „Sie ist die Grundlagen unseres Wohlstands. Wenn sie nicht läuft, zieht es große Probleme nach sich“, so Vogt. Er kritisierte, dass die Verkehrsetats aktuell zu gering seien, um den Bestand überhaupt zu erhalten.

„Der Verkehr im Hamburger Umland wächst von Tag zu Tag, und laut Prognosen wird es auch die kommenden 20 Jahre so sein“, erläuterte Vogt. Er könne nicht verstehen, dass Hamburg keine Autobahnumfahrung habe und vermisse auch einen gemeinsamen Baustellenkoordinator. „Die westliche Elbquerung fehlt einfach“, betonte der FDP-Politiker und warf den Grünen mit Blick auf die Planungen der Autobahn 20 „Sabotage“ vor.

„Wir hatten eine gute Infrastruktur in Schleswig-Holstein, haben sie aber nie gepflegt“, kritisierte Vogt. Außer zu geringen Etats seien auch die Planungen zu kompliziert. „Deutschland hat ein Planungsrecht, das einfach ein Verhinderungsrecht ist“, sagte Vogt und forderte: „Das Verbandsklagerecht muss weg. Dadurch werden Projekte nur verteuert und am Ende ganz verhindert.“

Die Mitarbeiter als wichtiger Schlüssel zum Erfolg

Sollte die FDP im kommenden Jahr in die Regierung im Kieler Landtag einziehen, wolle er sich für die Aufhebung der Klagebefugnis für Vereine und Verbände einsetzen. Ein weiter Schlüssel für ein intaktes Verkehrsnetz seien entsprechend fähige Mitarbeiter. „Wir müssen auch Planer ausbilden“, forderte Vogt. Mit Blick auf den Kreis Pinneberg sagte er: „Die A23-Planung muss vorangetrieben werden. Das muss dringend passieren.“ Zudem sei es für ihn unverständlich, dass das dritte Gleis nicht im Verkehrswegeplan stehe. „Wir reden hier von einer wachsenden Region mit einem hohen Mobilitätsbedarf. Da ist so etwas absolut grotesk“, sagte Vogt und fuhr fort: „Verkehrspolitik ist manchmal so schlimm, dass sie zu Politikverdrossenheit führt.“

Daher müsse die Steuerung der unterschiedlichen Verkehre auch ein zentrales Thema der Landtagswahl sein. „Es braucht eine Partei, die wieder Sinn und Verstand reinbringt. Und ich denke, dass wir diese Partei sind“, warb Vogt um Stimmen. Dann müsse auch die Zusammenarbeit mit Hamburg intensiviert werden. „Dort denkt man oft auch nur bis an die Stadtgrenze. Wir müssen weiter denken als nur bis zum Jägerzaun.“
 

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erstellt am 09.Nov.2016 | 16:12 Uhr

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