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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 04:57 Uhr

Hamburg/Kreis Pinneberg : Falschgeld weiter auf dem Vormarsch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Zahl der „Blüten“ stieg von 2013 auf 2014 um 71 Prozent in Hamburg, im vergangenen Jahr nochmal um 31 Prozent. Auch im Bereich der Sparkasse Südholstein wurde ein Plus an Falschgeld verzeichnet.

Hamburg | Die Stadt Hamburg ächzt unter einer Falschgeld-Schwemme. Schon lange nicht mehr waren so viele Euro-Blüten im Umlauf wie derzeit. „Wir befinden uns auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren“, sagt Uwe Kelting, Leiter des für Falschgelddelikte zuständigen Landeskriminalamts (LKA) 52 in Hamburg. Von 2013 zu 2014 sei die Zahl der falschen Banknoten in der Hansestadt um 71 Prozent angestiegen, im vergangenen Jahr noch einmal um weitere 31 Prozent. „2015 haben wir im Schnitt 368 gefälschte Euro-Scheine im Monat entdeckt“, so Kelting. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres sei dieser Trend ungebrochen, ein neues Rekordergebnis zum Jahresende wahrscheinlich.

Für den explosionsartigen Falschgeld-Anstieg macht Kelting indes das sogenannte Darknet verantwortlich, den dunklen Teil des Internets, der über Suchmaschinen nicht erreichbar ist. Dort seien falsche Banknoten leicht zu erwerben, gezahlt werde mit Bitcoins, der anonymen, digitalen Währung. „Noch vor ein paar Jahren hatten nur Hochkriminelle Zugang dazu. Doch das hat sich geändert.“ Am häufigsten würden im Übrigen 50-Euro-Scheine gefälscht, die etwa 60 Prozent des Aufkommens ausmachen würden.

Auch die Geldinstitute können das Problem nachvollziehen. „Wir verzeichnen zwischen zwölf und 15 Fälle im Monat, Tendenz leider steigend“, sagt Imke Gernand, Sprecherin der Sparkasse Südholstein.

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erstellt am 07.Mai.2016 | 23:00 Uhr

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