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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Bönningstedt : Es gibt Zwist um die Gehälter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jetzt nimmt der Arbeitgeberverband Stellung zu der Diskussion.

Bönningstedt | Muss die Kommune als Arbeitgeber für jede Stelle eine schriftliche Beschreibung und Bewertung zur korrekten Eingruppierung vornehmen? Diese Frage debattierten die Mitglieder des Bönningstedter Finanzausschusses im Februar. Daraufhin wurde Bürgermeister Peter Liske (BWG) beauftragt, die Rechtslage zu klären.

Für die Sitzung des Ausschusses für Finanz- und Personalwesen am Donnerstag, 7. Juli, liegt nun eine Stellungnahme des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein vor. Darin heißt es unter anderem: „Es gibt weder aus gesetzlichen noch aus tarifvertraglichen Regelungen eine Verpflichtung des Arbeitgebers, eine Stellenbeschreibung und Stellenbewertung für jeden Beschäftigten durchzuführen.“ Die Eingruppierung erschließe sich aus der auszuübenden Tätigkeit , es genüge eine „kurze gedankliche Prüfung“.

Allerdings: Bei sogenannten Mischarbeitsplätzen sei die Beurteilung schwieriger. Angestellte, die eine Vielzahl verschiedener Aufgaben erledigten, müssten die Zeitanteile der einzelnen Arbeitsvorgänge festhalten, um zu einer gerechten Eingruppierung zu kommen. Der Arbeitgeberverband bewertet die Forderung nach Stellenbeschreibungen als „für die Verwaltung unnötige und erhebliche zusätzliche Arbeit“, die zudem weder für Beschäftigte nocht für den Arbeitgeber Vorteile habe.

Verdi-Fachbereichsleiter Jens Mahler sieht das anders: „Ohne Stellenbeschreibung ist keine sachgerechte Eingruppierung möglich“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Er halte es zudem für fragwürdig und unseriös, dass lediglich die Seite des Arbeitgebers zu Wort komme, nicht aber die Arbeitnehmervertreter. „Das führt zu einer einseitigen Bewertung“, warnte Mahler. Sein Elmshorner Kollege Jens Festersen bestätigte, dass Stellenbeschreibungen nicht zwingend notwendig sind. „Der Personalrat sollte jedoch immer involviert sein“, lautete seine Empfehlung. .

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erstellt am 01.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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