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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:30 Uhr

Erster Entwurf für Schulneubau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Johann-Comenius-Schule Weil die Verwaltung falsche Pläne einstellte, verwies der Schulausschuss die Entscheidung in den Rat

Schulleiterin Uta Holst-Timm saß gespannt im Zuhörerbereich des Schulausschusses. Während der jüngsten Sitzung des Gremiums am Mittwochabend ging es auch um ihre Einrichtung. Die Planungen für einen Erweiterungsbau für die Johann-Comenius-Schule (JCS) sollten endlich vorangebracht werden.

Doch der grobe Entwurf für ein Raumprogramm wurde am Ende des Tages nicht beschlossen. Die Verwaltung hatte den Ausschussmitgliedern im Vorfeld die falschen Vorlagen ins System gestellt. Erst in der Sitzung hingen die richtigen Pläne am Reißbrett. Bedeutete: Zu wenig Zeit, um sich einzuarbeiten.

Die SPD wolle das umfangreiche Material nochmal besprechen, sagte Angela Traboldt für ihre Fraktion. „Das heißt aber nicht, wir wollen dem nicht zustimmen“, fügte sie vermittelnd hinzu. Um keine weiteren Verzögerungen zuzulassen, verwiesen die Mitglieder schließlich einvernehmlich die Beschlussvorlage in die kommende Ratsversammlung am Donnerstag, 13. Oktober.

Statt eines Anbaus soll die JCS im aktualisierten ersten Entwurf, den das Hamburger Büro „hörter + trautmann architekten“ ausarbeitete, einen Neubau bekommen, der die Pavillons an ihrem jetzigen Ort zwischen altem Schulgebäude und Turnhalle ersetzt. Nach Anforderungen des Kieler Raumprogramms, das Standards für Schulen festsetzt, bräuchte die JCS 1100 Quadratmeter. Der zweistöckige Bau misst 1038 Quadratmeter. In ihm sind neben acht Klassenräumen und jeweils drei Räumen für Lehrer und Sozialpädagogen unter anderem auch Räume für Schulbegleiter und Inklusionsarbeit neu aufgenommen worden.


Prüfauftrag für Fördermittel


Die Verwaltung möge prüfen, ob für diese Räume nicht Fördermittel eingeworben werden können, lautete ein Antrag, den Gerhard Bode für die CDU stellte und der vom Ausschuss ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. Obwohl der Entwurf einen Klassenraum weniger ausweist, der neun Quadratmeter große Krankenraum keine Fenster hat und in der fünf Quadratmeter großen Küche eine Sitzecke für die Schulbegleiter reserviert werden muss, ist Schulleiterin Holst-Timm mit den Plänen zufrieden. Sie war in die Gespräche mit dem Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg (KSP) und Architekturbüro einbezogen.

Die ursprüngliche Kostenschätzung für die Schulerweiterung ging vor Jahren noch von 2,3 Millionen aus. Mittlerweile sind 6,7 Millionen Euro Planungskosten in den Haushalt eingestellt. Wird der Entwurf vom Rat bestätigt, könnten Fachingenieure und Architekten in sechs bis acht Wochen konkretere Zahlen vorlegen, avisierte Silkata Sahin-Adu vom KSP. Bürgermeisterin Urte Steinberg bestätigte die Frage, dass bei einer Überschreitung der Planungskosten ein neuer Beschluss benötigt werde. „Auch wenn’s teurer wird. Wir brauchen das Ding, dann müssen wir das auch bezahlen“, stellte Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) klar. Rektorin Holst-Timm gab sich positiv: „Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass der Bau 2018 fertig wird und wir Anfang 2019 einziehen können“, sagte sie abschließend.  

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