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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:36 Uhr

Musik-Events in Rellingen : Erst Maifestival, dann SHMF

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Große Stars, junge Talente wie Olga Scheps und seit 30 Jahren eine familiäre Atmosphäre.

Rellingen | Normalerweise ist Violinist und Festivalgründer Luz Leskowitz ein Jetsetter, immer unterwegs zwischen Österreich, Japan und Übersee – nur nicht jetzt. Stattdessen sitzt er bei Kaffee im kleinen Rellingen mit dem Vorsitzenden des Vereins Musik an der Rellinger Kirche (MRK), Michael Schopf, zusammen und bespricht das Programm des Maifestivals. Gegründet hat es der Salzburger 1986 gemeinsam mit dem damaligen MRK-Vorsitzenden Günter Rasinski. „Was uns von Anfang an definiert hat“, erzählt Leskowitz, „ist ein Programm, das man nicht überall hört. Und das unterscheidet uns von anderen Festivals, wir wollten immer eine gute Mischung für die ganz normalen Musikliebhaber.“

Der Anlass für die Festivalgründung vor genau 30 Jahren war ein Konzert der renommierten Salzburger Solisten, deren 1. Violinist Leskowitz ist. Und seine Salzburger Solisten spielen auch heute noch in Rellingen, gemeinsam mit hochrangigen Solisten. „Die zieht Herr Leskowitz aus seinem breiten Netzwerk“, weiß Schopf. Zum Jubiläumskonzert am Freitag, 27. Mai, ist Shootingstar Olga Scheps (Klavier) eingeladen. Leskowitz bestätigt: „Ich kenne sie schon mehr als ihr halbes Leben. Sie hat bei den Salzburger Solisten angefangen.“

Ein weiterer großer Name ist Marie-Luise Neunecker (Horn), die am letzten Festivaltag, 29. Mai, auftreten wird. „Sie hat eine tolle Karriere gemacht und spielt weltweit“, freut sich Leskowitz. Auch beim Schleswig-Holstein Musik Festival wird die Grand Dame auftreten – vorher ist sie jedoch beim Maifestival zu hören.

Doch zum Erfolgskonzept des Festivals gehört mehr als nur große Namen: Gemeinsam mit den Musikgrößen unserer Zeit treten Nachwuchstalente auf. Traditionellerweise die ersten Preisträger der Salzburg-Mozart International Chamber Music Competition, denn auch diesen Wettbewerb gründete Leskowitz – und so wächst das Netzwerk immer weiter.

In diesem Jahr spielt das japanische Saxofon-Ensemble „Adam“. „Das ist ein absolutes Kontrastprogramm. Es wird fetzig, jazzig, lustig“, verspricht Leskowitz. Für frischen Wind sorgen aber auch Uraufführungen, wie von der „Musique Noir“ des Pinnebergers Albrecht Gürsching, die erstmals erklingen wird. „Er ist ein Mann, der noch Musik schreibt“, lobt Leskowitz. „Es geht alles harmonisch zu, da braucht keiner Angst vor zu haben.“

Rellinger Musikfreunde können das Maifestival unterstützen, indem sie dem MRK beitreten, betont Schopf. Denn das ist der Verein, der seit 30 Jahren hinter den Kulissen wirkt: Er gewinnt Sponsoren, organisiert private Unterkünfte und ein erstes Treffen für die Musiker, gestaltet Plakate, Flyer, Tickets und lässt das Programmheft drucken. „Das ist ein echtes Kleinod mit Werkbetrachtungen, die Visitenkarte des Festivals“, sagt Schopf stolz. Auch ein gemeinsames Essen mit Publikum und Musikern im Rellinger Hof am Sonnabend, 28. Mai, wird vom MRK organisiert – Stars zum Anfassen. „Ich bin immer wieder beeindruckt von der familiären Atmosphäre“, sagt Schopf.

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