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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:18 Uhr

Ernst-Paasch-Halle als Kulturkleinod

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SPD-Klausurtagung Sponsoren aus der Bevölkerung und geplanter Förderverein sollen Projekt unterstützen

Sie ist eines der schönsten Bauwerke Pinnebergs: die Turnhalle an der Lindenstraße, heute als Ernst-Paasch-Halle bekannt. 1891 wurde sie gebaut – und jüngst unter Denkmalschutz gestellt. Während einer Klausurtagung der Pinneberger SPD stand die Zukunft der Ernst-Paasch-Halle, Lindenstraße, im Mittelpunkt der Diskussion. Das Ergebnis überrascht nicht– das Gebäude und seine künftige Nutzung ist eine Herzensangelegenheit der SPD.

„Für uns ist jedoch klar, dass eine nachhaltige Finanzierung eines Kulturzentrums kaum ohne eine breite Unterstützung aus der Pinneberger Bevölkerung zu realisieren ist“, sagte die Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt. Die Idee: Ein Kulturzentrum für Pinneberg soll durch finanzielle Beteiligungen über Spenden und Sponsoren und die Gründung eines „Fördervereins Ernst-Paasch-Halle e.V. Pinneberg“ realisiert werden. Die Stadt Pinneberg soll dabei Eigentümerin der Ernst-Paasch-Halle bleiben und den Unterhalt und die Bewirtschaftung des Kulturzentrums mindestens vorerst organisieren. „Wie und in welcher rechtlichen Form ein vorerst städtisch geführter Förderverein aussehen muss, soll die Verwaltung innerhalb der nächsten drei Monate klären und dann den zuständigen Fachausschüssen zur weiteren Beratung und Entscheidung vorlegen“, erklärte die Fraktionsvorsitzende. Herbert Hoffmann, kulturpolitischer Sprecher der SPD, ergänzte: „Wir können uns vieles vorstellen, aber nur wenig leisten. Deshalb rufen wir sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende und Unternehmen auf, sich für ihre Heimatstadt in einem entsprechenden Förderverein finanziell im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu engagieren.“

Das Thema Zukunft der Ernst-Paasch-Halle beschäftige die Gremien nunmehr seit 2011, und es sei an der Zeit, im Sinne der Kulturschaffenden endlich zu einem verlässlichen Ergebnis zu kommen. Hintergrund: Das Forum-Theater nutzt die Halle zum Proben und für Aufführungen.

Der Status quo: Derzeit wird an einem Nutzungsänderungsantrag für die ehemalige Turnhalle gearbeitet. Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel sind im Haushalt 2016 verankert. Der Antrag soll unter anderem aufzeigen, welche baulichen Mindestmaßnahmen für eine abschließende Umwidmung in ein reines Kulturzentrum notwendig sind. Eine Antwort hierzu wird spätestens Anfang Januar erwartet.

Anschließend sei zu diskutieren, welche der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen sofort und welche in späteren Jahren nach und nach durchgeführt werden können. In diesem Zusammenhang wollen die Sozialdemokraten einen Ergänzungsantrag zum Haushaltsentwurf 2017 stellen. Dieser sieht vor, 100  000 Euro für notwendige Sanierungsmaßnahmen in den Haushaltsplan einzustellen und zunächst mit einem Sperrvermerk zu versehen. „Es würde der Stadt gut zu Gesicht stehen, künftig eine feste Heimat für die Kulturschaffenden zu haben“, so Traboldt.

Die Paasch-Halle ist auch Thema im Kulturausschuss am Mittwoch, 23. November. Beginn im Rathaus ist um 18.30 Uhr.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 16:44 Uhr

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