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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:04 Uhr

Eng wird es nur zu Spitzenzeiten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehr Eine Übersicht der Stadt listet alle öffentlichen Flächen auf / Kostenloses Abstellen fast nirgendwo möglich

1541 – das ist die Anzahl an Parkplätzen, die laut Stadtverwaltung in der Pinneberger Innenstadt zur Verfügung stehen. Gemeint sind dabei große Plätze und Parkhäuser. „Ich glaube, dass in der Stadt eine Vielzahl an Plätzen vorhanden ist“, sagt Marc Trampe, Sprecher der Stadtverwaltung. Änderungen wie Erweiterungen seien deswegen nicht vorgesehen. Eine kleine Umfrage dieser Zeitung ergab aber, dass nicht alle Bürger mit der Parksituation in der Stadt zufrieden sind. Auch, weil fast alle Parkflächen gebührenpflichtig sind.

Erst im Frühjahr waren mit dem Parkhaus der Volksbank Pinneberg-Elmshorn in der Friedrich-Ebert-Straße neue Parkflächen dazugekommen. Doch noch sei das Parkhaus der Volksbank nicht voll belegt. Das teilte gestern Andreas Vogel, Organisationsleiter der Volksbank, auf Anfrage mit. Das werde sich aber ändern, wenn das Gebäude Anfang 2017 komplett fertig sei. Bereits jetzt seien für nächstes Jahr 80 Plätze an Mieter und Mitarbeiter fest gebucht. 120 würden dann noch frei zur Verfügung stehen. Solange an dem Gebäude noch gebaut werde, kann das Parkhaus am Wochenende kostenlos genutzt werden, so Vogel. Pro Stunde bezahlt man hier 1,50 Euro. Kunden der Volksbank können eine Stunde umsonst parken.

Auch Jörg Meyer, Eigentümer vom Edeka Markt an der Friedrich-Ebert-Straße, kann von keiner Parkplatznot berichten. Ausgelastet seien die Plätze vor seinem Laden nur zu Spitzenzeiten: „Mitten in der Woche und gerade am Nachmittag findet man immer einen Platz. Am Sonnabend kann es aber eng werden“, sagte der Kaufmann gestern auf Anfrage.

Auch Stefan Krappa, Stadtverwaltung Pinneberg, sieht kein Problem in fehlenden Parkflächen. „Wir haben eine hohe Anzahl an öffentlichen Stellplätzen. Die Zahl ist völlig ausreichend“, berichtete Krappa. Mehr Bedarf an Parkmöglichkeiten gebe es nur zu Veranstaltungen wie etwa dem SummerJazz-Festival oder bei dem öffentlichen Gelöbnis, das vor einigen Wochen in Pinneberg gefeiert wurde. Dass Bürger sich kostenlose Parkplätze wünschen, sei nachvollziehbar, erklärte Krappa. „Aber ich wüsste keine Stadt, in der es das heute noch kostenlos gibt. Erst recht nicht in unmittelbarer Nähe zur City“, sagte der Stadtangestellte. Als Gründe nannte Krappa etwa die Tatsache, dass immer mehr Menschen ein Auto nutzen und die Fahrzeuge immer größer werden. „Die Flächen sind einfach knapp. Keine Stadt kann es sich leisten, diese kostenlos bereitzustellen. Wer soll das bezahlen?“

Weiterhin gab der Stadtmitarbeiter an, dass das Parken in Pinneberg allgemein sehr günstig sei. So würden Autofahrer bei der Stellfläche auf dem Marktplatz zwei Euro für den ganzen Tag bezahlen. „Da zahlt man anderswo gut und gerne das sechsfache“, erklärt er und zieht dabei den Vergleich zu Hamburg.

Eine Zusammenfassung aller Parkflächen im Innenstadtbereich hat die Stadt in einer Karte (siehe oben) zusammengestellt. Auf ihrer Internetseite lässt sich auch eine Tabelle einsehen, die die Gebühren auflistet.
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www.pinneberg.de

Karte
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