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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Hasloh : Endlich Tempo-30 vor der Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat mit der Kreisverwaltung eine Reduzierung der Geschwindigkeit abgestimmt.

Hasloh | Ginge es nach Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD), müsste der 2. September wohl künftig ein Feiertag für die Gemeinde sein. Zumindest wird dieses Datum in die Chronik des Orts eingehen, denn gestern gab Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) bekannt, dass der lang ersehnte Wunsch, im Bereich der Schule am Garstedter Weg eine Tempo-30-Zone einzurichten, genehmigt werden wird.

Startpunkt soll an der Einmündung Schulstraße sein, als Endpunkt wünscht sich die Gemeinde den Bahnübergang. „Das gilt es noch abzusprechen“, kündigte Brummund an.

„Ich habe heute mit der Kreisverwaltung abgestimmt, dass dies sehr kurzfristig genehmigt und umgesetzt werden kann“, verkündete Meyer. Er habe lange nach einer Erklärung dafür gesucht, dass grundsätzlich keine Genehmigung für eine Geschwindigkeitsreduzierung erteilt werde, wenn bereits eine Fußgängerampel vorhanden sei. Bereits vor etwa eineinhalb Jahren sei er in Schenefeld auf diese Problematik aufmerksam geworden.

Dort fordert die Stadt ebenfalls seit Jahren, vor der Grundschule Altgemeinde an der Blankeneser Chaussee die begehrten Schilder aufzustellen. „Das war für mich ein Schlüsselerlebnis“, berichtete Meyer. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass der bestehende Erlass auf Bundesebene geändert werden soll. Künftig sollen dann Gemeinden selbst entscheiden dürfen, ob vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen nur noch 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden darf.

„Hier in Hasloh stehen wir vor einer Sondersituation wegen des erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommens – da können wir nicht auf die formelle Änderung des Erlasses warten“, betonte der Minister. Bereits während einer Veranstaltung in Bönningstedt hatte Meyer vor wenigen Wochen versprochen, noch vor Beginn des neuen Schuljahres in der kommenden Woche eine Genehmigung erreichen zu wollen.

Und noch eine gute Nachricht brachte Meyer mit: „Die 30er-Zone war ja zunächst nur temporär für die Zeit des Ausbaus der A  7 angedacht. Ich kann Ihnen heute versichern, dass die Geschwindigkeitsreduzierung von Dauer sein wird“, sagte Meyer. Brummund bedankte sich beim Minister für dessen Engagement und verwies darauf, dass der Verkehr aufgrund der Achsensituation Haslohs schon immer ein wichtiges Thema für die Gemeinde gewesen sei. „Die Anzahl der Fahrzeuge hat sich in den vergangenen Jahren mindestens verdoppelt“, berichtete Brummund.

Wegen des Neubaus der Brücke über die Autobahn 7 und damit der Sperrung der K  5 zwischen Norderstedt und Bönningstedt habe der Verkehr noch einmal deutlich zugenommen. „Wir sind noch dabei, die aktuelle Zählung auszuwerten, es waren etwa 26  000 Fahrzeuge innerhalb einer Woche“, sagte Brummund. Er gab weiter zu bedenken, dass nach den Schulferien mit einer weiteren Steigerung um etwa 20 Prozent zu rechnen sei. „Der meiste Verkehr fließt zwischen 7 und 8 Uhr – also genau dann, wenn die Schulkinder unterwegs sind“, untermauerte der Bürgermeister erneut seine Forderung.

Die Messungen im Garstedter Weg hätten sogar noch einen weiteren Grund für die Reduzierung der Geschwindigkeit geliefert: „47 Prozent der Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs – das ist ein erschreckender Wert“, sagte Brummund. Die Autos seien teilweise mit 70 Stundenkilometern, einige sogar noch schneller, unterwegs gewesen. „Wir hoffen, dass sich mit der neuen Regelung die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich verringern lässt“, lautete Brummunds Wunsch.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 10:00 Uhr

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