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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 01:18 Uhr

Hasloh : Endlich Tempo 30 vor der Schule?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehrsberuhigung: Minister will sich einsetzen

Hasloh | Seit Jahren haben die Politiker der Gemeinde Hasloh vergeblich versucht, im Bereich der Grundschule am Garstedter Weg eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer durchzusetzen. Genauso regelmäßig, wie die Anläufe gestartet wurden, scheiterten sie auch: „Nach der jetzigen Rechtslage ist entweder eine Ampelanlage oder eine Reduzierung der Geschwindigkeit möglich“, erläuterte der bei der Kreisverwaltung zuständige Mitarbeiter Rüdiger Langels im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dass womöglich dennoch Bewegung in die Angelegenheit kommt, liegt am jüngsten Besuch von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) in Bönningstedt. Dort hatte eine Besucherin aus Hasloh das Problem geschildert und den Minister um Hilfe gebeten.

„Wir sind bereits, mit der Kreisverkehrsbehörde zu reden, ob man das nicht hinkriegt“, hatte der Minister in Aussicht gestellt. Zumindest eine temporäre Begrenzung der Geschwindigkeit müsse dort möglich sein. „Der Kreis muss bei Anträgen auf Tempo 30 nachgiebiger werden“, lautete Meyers Forderung. Es könne nicht sein, dass für Gemeinden, die selbst entscheiden dürften, andere Maßstäbe gelten.

Das sieht Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) genauso. „Wir kennen Beispiele, wo es eben auch anders ist – etwa in Quickborn-Heide oder Borstel-Hohenraden“, nannte der Bürgermeister als Beispiele. Gerade jetzt, wo durch die Sperrung der Brücke zwischen Bönningstedt und Norderstedt erheblich mehr Verkehr durch Hasloh fließe, müsse es möglich sein, dort sowohl eine Ampel zur sicheren Überquerung als auch eine Reduzierung der Geschwindigkeit einzurichten.

„Meine Position ist klar: Ich will, dass die Kommunen selbst entscheiden können, wie sie den Verkehr in ihrem Ort steuern“, sagte Brummund. Es gehe nicht um Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen, sondern um die Straßen innerhalb der Ortschaft. „Ich bin mir sicher, dass damit sehr verantwortungsbewusst umgegangen wird“, betonte er.

Meyers Angebot, im August zu einem Vor-Ort-Termin nach Hasloh zu kommen, um sich ein Bild zu machen, nahm Brummund gern an. „Einen konkreten Termin gibt es noch nicht, es soll aber noch vor Beginn des neuen Schuljahrs sein“, kündigte er an. Dabei sei die Gemeinde durchaus zu Kompromissen – wie etwa die zeitliche Begrenzung der Geschwindigkeitsreduzierung – durchaus bereit. „Unser Ziel ist ganz klar, dass mit dem Start des Schuljahrs vor der Schule endlich Tempo 30 gilt“, sagte er.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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