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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:44 Uhr

Endlich ein neues Feuerwehrauto

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Brandschutz Finanzausschuss in Kummerfeld empfiehlt Austausch eines Löschgruppenfahrzeugs / Lange Planungszeit

Die Feuerwehr Kummerfeld bekommt ein neues Fahrzeug. Der Gemeinderat muss die Investition in Höhe von einer halben Million Euro zwar noch genehmigen. Aber der Finanzausschuss hat bereits grünes Licht gegeben. Wehrführer Marc-Oliver Peters ist bereits in den ersten Planungen für die Anschaffung. Peters geht davon aus, dass er direkt nach der Gemeindevertretersitzung im Oktober mit den Planungen starten kann, so dass das Fahrzeug im Jahr 2018 in Betrieb genommen werden kann.

Ein neues Fahrzeug bei der Gemeinde zu beantragen, auszuschreiben, zu bestellen und in Betrieb zu nehmen, ist eine langwierige Sache. Im Oktober 2015 hatte Peters den Antrag gestellt. Benötigt wird es schon länger. Und es war auch mehrfach Thema in den politischen Gremien der Gemeinde. Bisher wurde die Anschaffung zurückgestellt. Nun soll es aber kommen.

Generell werden in den Kommunen laut Peters etwa alle 20 Jahre die Fahrzeuge ausgetauscht. Wenn das neue Fahrzeug in Kummerfeld im Jahr 2018 ausgeliefert wird, ist das alte 24 Jahre alt.

Das LF 16−12 zeigt erste Schwächen. „Wir haben technische Probleme mit dem jetzigen Fahrzeug“, sagt Peters. Die Pumpenanlage und der Nebenantrieb zeigten nicht mehr die volle Leistung. Dabei soll besonders dieses Löschfahrzeug top sein, denn es ist stets das erste an der Einsatzstelle. „Das muss zu 100 Prozent funktionieren.“

Benötigt wird das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – kurz HLF 20 – auch, weil die Anforderungen in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegen sind. „Die Einsatztaktik war eine ganz andere als heute“, sagt Peters. „So ist es auch mit den Geräten.“ Durch bessere Ausrüstung werde ein schnellerer Löscherfolg erzielt – mit weniger Personal. Besonders der letzte Aspekt ist wichtig in Zeiten, in denen sich immer weniger Menschen bei den Feuerwehren engagieren. Zwar sei die personelle Ausstattung in Kummerfeld noch ausreichend. Zudem arbeite man eng mit den Feuerwehren aus der Nachbarschaft zusammen. „Aber da geht die Reise hin. In Zukunft wird es schwieriger werden.“ Bessere Technik könne den Personalaufwand deutlich verringern.

Die Größe des Fahrzeugs bleibe gleich. Entscheidend sei das Innenleben. Heute könnten Löschfahrzeuge beispielsweise kompakter gepackt werden. Auch die Arbeit der Feuerwehr in Kummerfeld habe sich über die Jahre verändert. Zur dörflichen Struktur von früher mit Höfen kamen neue Wohn- und Gewerbegebiete. Deshalb fasst der neue Wassertank 2000 statt 1600 Liter. Zudem rüstet sich die Wehr mit der besseren Ausstattung für eventuelle Brände an der neuen Trafo-Station. Dort sorgen 9000 Liter Öl für eine Isolierung – die in Brand geraten könnten.

Wichtig für den Löscherfolg sei die Schaumzumischanlage. Durch die Beimischung des Netzmittels werde eine bessere Löschwirkung mit weniger Wasser erreicht, da die Oberflächenspannung aufgehoben wird. „Das Wasser dringt besser ein und perlt nicht so sehr ab“, erklärt der Wehrführer. Zeitgleich mit dem Fahrzeug sollen leichtere Atemschutzgeräte für die Einsatzkräfte angeschafft werden.

„Ich weiß, dass es für die Gemeinde sehr viel Geld ist“, sagt Peters. „Auf der anderen Seite ist der Brandschutz aber eine gesetzliche Aufgabe. Und das geht nur mit einer gut aufgestellten Feuerwehr. Ich bin froh, dass das Fahrzeug kommt. Und ich freue mich sehr über die einstimmige Empfehlung des Finanzausschusses.“

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erstellt am 22.Jul.2016 | 16:05 Uhr

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