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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 11:16 Uhr

„Lädchen“ schließt, Post muss raus : Ende Juni ist Schluss für den Nahversorger in Haslohs Osten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gespräche über einen Alternativstandort für den Nahversorger laufen bereits.

Hasloh | Die Post in Hasloh steht vor der gleichen Herausforderung wie vor zwei Jahren: Damals schloss der „Nahkauf“, in dem der Hasloher Schalter beheimatet war. Jetzt benötigt die Post wieder neue Räume, denn Ende Juni schließt das „Hasloher Lädchen“, in dem auch die Postfiliale untergebracht ist, seine Türen.

„Gibt es für die Zeit danach schon Pläne, wie es weitergehen soll?“, fragte Gisela Maier, Vorsitzende des Hasloher Seniorenbeirats, während der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretersitzung am Dienstag. Schließlich seien insbesondere Senioren auf die Post im östlichen Teil Haslohs angewiesen, sagte sie. „Von einem Ömchen kann man ja nicht erwarten, dass es mit der AKN bis nach Bönningstedt oder Quickborn zur nächsten Filiale fährt“, sagte Maier. Deshalb wisse sie gern, ob Hasloh ab Juli zumindest einen Briefmarkenautomaten oder eine mobile Postfiliale bekommen werde.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) konnte diese Frage am Dienstag nicht beantworten. „Schriftlich liegt mir zu der Schließung noch nichts vor“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Allerdings habe ihn der Inhaber des „Lädchens“ vor etwa drei Wochen darüber informiert, dass er das Geschäft aufgeben wolle. „Ich finde es schade, dass sich der Laden wirtschaftlich nicht trägt. Denn für die Hasloher, die nicht so gut zu Fuß sind, ist der Supermarkt auf der anderen Seite der Kieler Straße kaum erreichbar“, sagte Brummund. Dass es mit der Post in Hasloh weitergehe, davon sei er jedoch überzeugt, schließlich bestehe eine Versorgungspflicht. „Es soll schon Gespräche für eine andere Lösung geben. Aber unter welchen Bedingungen ab Juli die Post in Hasloh präsent sein wird, ist noch offen“, sagte Brummund. Er hoffe, dass es weiterhin täglich die Möglichkeit gebe, seine Briefe und Pakete in Hasloh abzugeben.

Post erwartet nahtlosen Übergang

Post-Sprecher Martin Grundler bestätigte gestern auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Postfiliale in Hasloh zum 1. Juli nicht mehr in dem Gebäude an der Bahnhofsstraße erreichbar sein werde. „Es laufen bereits Gespräche mit einem Kandidaten, der infrage kommt, um dort eine Partner-Filiale für Hasloh zu eröffnen“, sagte Grundler. Um wen es sich dabei handle, dürfe er allerdings aufgrund der laufenden Verhandlungen nicht verraten, sagte er. Von seiten der Post sehe es derzeit jedoch danach aus, als werde es einen nahtlosen Übergang von der Schließung des Postschalters an der Bahnhofstraße zur Neueröffnung an einem anderen Standort in Hasloh geben, teilte Grundler mit. „Es kann sein, dass es ein Wochenende lang keine Filiale vor Ort gibt“, sagte er.

Selbst wenn die Verhandlungen, die die Post derzeit führt, scheitern sollten: Zu einem Rückzug der Deutschen Post aus Hasloh, wie es in einigen Dörfern der Region geschehen ist, kann es nicht kommen. „Wir haben einen Infrastrukturauftrag, den wir erfüllen müssen“, sagte Grundler. So sei sichergestellt, dass jede Gemeinde mit 2000 oder mehr Einwohnern eine Postfiliale oder zumindest einen Postschalter mit täglicher Öffnung von montags bis freitags haben muss. Die konkreten Zeiten unterscheiden sich jedoch.

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