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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:44 Uhr

Hasloh : Einladung zum Verkehrsgipfel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) reagiert auf Beschwerden der Einwohner. Deren Vorschläge erwünscht sind ausdrücklich erwünscht

Hasloh | Kaum eine Einwohnerfragestunde in den Hasloher Ausschüssen und beim Gemeinderat ist in den vergangenen Jahren verlaufen, ohne dass nicht mindestens ein Anwohner Fragen zur Verkehrssituation in Hasloh stellte. „Wir haben endlich einen Termin gefunden, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung einzuladen“, kündigte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) an. Unter dem Titel „Verkehrsberuhigende und -lenkende Maßnahmen in Hasloh“ beginnt die Versammlung am Mittwoch, 25. Mai, um 19 Uhr.

In den Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr, Kieler Straße 38, 1. Stock, kommen außer den Vertretern der Lokalpolitik Rüdiger Langels vom Team Verkehrslenkung des Kreises Pinneberg und Uwe Scharpenberg, Fachbereichsleiter Tiefbauten und Kommunalbetriebe im Quickborner Rathaus.

„Die Gemeinden sollen zwar mehr Kompetenzen bekommen, Maßnahmen eigenständig umzusetzen, doch bis jetzt ist das noch nicht erfolgt“, sagte Brummund. Schon häufiger seien Vorschläge von Anwohnern gemacht worden, die seitens des Kreises jedoch nicht genehmigt wurden. „Wir wollen an diesem Abend einen Austausch über die problematischen Stellen schaffen und konkrete Lösungsvorschläge entwickeln“, erklärte Brummund. Ob diese auch umsetzbar seien, könne dank der anwesenden Fachleute unmittelbar geklärt werden. Vorschläge aus der Bevölkerung seien in diesem Zusammenhang ausdrücklich erwünscht. „Ich hoffe auf eine rege Beteiligung“, sagte Brummund.

Die Probleme mit dem Kfz-Verkehr hätten zugenommen, berichtete Brummund. Ebenso die Anzahl der Fahrzeuge, aktuell noch einmal in besonderem Maße vor dem Hintergrund der Baumaßnahmen auf der Autobahn 7.

„Der Ausweichverkehr von der Kieler Straße zwischen Quickborn und Hasloh führt über die Ulzburger Landstraße weiter in den Alten Kirchweg“, nannte er als Beispiel. Diese Zunahme an Verkehr habe die Gemeinde Hasloh genau so vorausgesehen. „Bereits vor zwei Jahren habe es die Überlegung gegeben, die Straße zur Sackgasse zu machen, aber das ist nicht so einfach“, sagte Brummund. Bei einer Sackgassen- und Einbahnstraßenregelung müssten immer auch die Anwohner, die unter Umständen größere Umwege in Kauf nehmen müssten, berücksichtigt werden.

Ähnlich verhalte es sich mit der Dorfstraße, die häufig als Schleichweg nach Norderstedt genutzt werde. Aus Norderstedt kommend beginnt kurz hinter dem Ortseingang eine Tempo-30-Zone, die bis zur Kieler Straße besteht. „Da hält sich doch kein Mensch dran“, empörte sich ein Anwohner kürzlich während einer Einwohnerfragestunde.

Auch der Klövensteen, der streckenweise bereits mit dem Schild „Schlechte Wegstrecke“ versehen werden musste, wird gern als Ausweichroute von Hasloh nach Bönningstedt genutzt. „Die Strecke ist für viele Kinder, die mit dem Fahrrad fahren, täglicher Schulweg zur Gemeinschaftsschule Rugenbergen“, betonte Brummund. Auf der schmalen Straße passten außerdem kaum zwei Fahrzeuge nebeneinander – was zur Folge habe, dass die Banketten, wie auch im Alten Kirchweg, regelmäßig kaputt gefahren werden.

„Es gibt aber auch Punkte, über die wir schon seit Jahren diskutieren“, sagte Brummund. Als Beispiel nannte er den Fußgängerüberweg am Garstedter Weg in Höhe der Einmündung Klaus-Rösner-Ring. Seit langem will die Gemeinde erreichen, dass dort nur noch 30 Stundenkilometer gefahren werden – vergeblich. Inzwischen wurde von Eltern vorgeschlagen, eine Versatzsperre für Radfahrer an der Ausfahrt des Klaus-Rösner-Rings anzubringen. So soll mit zwei versetzt hintereinander aufgestellten Bügeln sichergestellt werden, dass Schulkinder nicht ungebremst auf die Straße fahren, sondern absteigen müssen.

„Mir persönlich macht die Entwicklung in der Schulstraße große Sorgen“, berichtete der Bürgermeister. Staute sich der Verkehr an der Ampel zur Kieler Straße im Garstedter Weg, nutzten viele Ortskundige die Abkürzung durch die Schulstraße. Immer wieder bildeten sich auch dort Staus aufgrund versetzt geparkter Fahrzeuge. „Noch schlimmer ist es, wenn dann weiter in Richtung Kronkamp und Mittelweg gefahren wird – dort ist ein Spielstraßenbereich“, sagte Brummund. Auch diese Strecke sei ein Schulweg – ganz abgesehen davon, dass auch die Hasloher Kindergärten dort ansässig sind.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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