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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

Lesung im Bücherwurm : Eine satirische Sicht auf die Hansestadt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kabarettist Sebastian Schnoy begeistert Zuhörer im Bücherwurm. Autor kommt am 10. Dezember wieder nach Pinneberg.

Pinneberg | Sebastian Schnoy hat bei seiner Lesung im Pinneberger Bücherwurm humoristische Unterhaltung auf hohem Niveau geboten. Zahlreiche Besucher schauten im Buchladen in der Dingstätte vorbei, um den als „Guido Knopp des Kabaretts“ betitelten Autor live zu erleben. Einige nutzten die Chance, Schnoys Werke signieren zu lassen. „Mir hat die Lesung sehr gut gefallen“, bilanzierte Wolfgang Vetter aus Pinneberg. Sein Buch „Vom Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt“ stünde im heimischen Bücherregal. „Schnoy hat eine Art, Sachverhalte zu ironisieren, ohne dabei verletzend zu sein“, sagt Vetter freudig. Gattin Karin Vetter gefiel das Werk „Heimat ist – was man vermisst“. Es thematisiert die vergnügliche Suche nach dem deutschen Zuhause.

Bei seiner Lesung im gut besuchten Bücherwurm stellte Schnoy sein Werk „Hamburg – Satirisches Handgepäck“ in den Mittelpunkt. Wer am Elbstrand von Övelgönne nach durchtanzter Nacht einschläft und am Vormittag von einem Golden Retriever geweckt wird, der sich nach einem Bad in der Elbe neben ihm schüttelt, habe eine schöne Dosis Hamburg genossen.

Schnoy schafft es, in seinen Büchern auf unterhaltsame Weise viel Wissen zu transportieren. Er verriet gegenüber der Leiterin der Belletristik-Abteilung Monika Frömming „sich einmal ernsthaft dafür interessiert zu haben, Historiker zu werden“. Das Werk ist durchsetzt von humoristischen Höhepunkten. Der Leser erfährt, wie britisch Hamburg ist. Schnoy beschreibt das British Flair Festival in Flottbek. Hier erhalte der Besucher Gummistiefel im Wert von 500 Euro. Der Leser erfährt umgekehrt auch wie hamburgisch Großbritannien ist.

Schnoy webt gekonnt einige von Prinz Philipps berüchtigten Scherzen ein. Der Kabarettist arbeitet sich am englischen Wetter genauso ab wie am Phänomen des Hamburger Schwanenwesens. Wenn die königlichen Tiere, unter Aufsicht von „Schwanenvater“ Olaf Nieß, ihr Winterquartier bezögen, sei die gesamte Lokalpresse – einschließlich NDR – vertreten. Beim gebürtigen Billstedter handelt es sich um den ersten deutschen Kabarettisten, der Historisches auf der Bühne präsentiert. Wer die Lesung mit Schnoy verpasst hat, erhält am 10. Dezember noch einmal die Chance, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Der Kabarettist signiert seine Werke von 11.30 bis 12.30 Uhr im Bücherwurm, Dingstätte 24.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 16:30 Uhr

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