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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 14:40 Uhr

Volkstrauertag : Eine Ausstellung voller Frieden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schüler der Caspar-Voght-Schule in Rellingen haben im Rathaus ihre Ausstellung präsentiert.

Rellingen | Frieden. In Form der modernen Sicherungsmöglichkeiten – etwa durch die Uno oder die Nato. In Form von Symbolik. In Form des Friedensnobelpreises für besondere Leistungen von Menschen, die sich für Gewaltfreiheit in der Welt eingesetzt haben. Das waren nur einige der vielen Motive, die am Dienstag im Rellinger Rathaus zur Ausstellungseröffnung gezeigt wurden.

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag ist in der Rellinger Gemeinde in zwei Programmpunkte unterteilt: Los geht es um 9.15 Uhr am Gedenkstein. Mit musikalischer Untermalung durch den Rellinger Musikzug wird gemeinsam gesungen und der Kranz niedergelegt. Bürgervorsteher Henry Behrmann wird die Gedenkrede halten. Weiter geht es ab 10 Uhr mit dem Gottesdienst in der Rellinger Kirche und einer Gedenkfeier am Ehrenmal um 11.15 Uhr. Darüber hinaus wird um 19 Uhr eine Andacht zur Friedensdekade in der Rellinger Kirche abgehalten.

Schüler der zehnten Klassen der Caspar-Voght-Schule (CVS) haben sich im Rahmen des diesjährigen Volkstrauertags diesem Thema gewidmet. „Sie haben sich auf den Schwerpunkt schnell festgelegt“, sagte Ceca Toffolo, Klassenlehrerin der 10b. DieJungen und Mädchen hätten sich die Themen selbst ausgesucht und in Gruppen die Plakate erarbeitet. Noch zwei Wochen hängen die Werke der Schüler im Foyer des Verwaltungshauses von Rellingen.

„Das Ziel war, Gespräche über den Volkstrauertag anzuregen“, erläuterte Andrea Rönnau, stellvertretende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule den Ursprung der Arbeiten. Es gehe darum, zu fragen, ob der Volkstrauertag noch zeitgemäß sei, sagte sie. „Wir müssen uns ins Bewusstsein rufen, dass wir in Friedenszeiten leben“, fügt sie hinzu. Darüber hinaus sei sie froh, der Gemeinde „etwas zurückgeben zu können“ und sich für die Unterstützung zu bedanken, erläuterte die Lehrerin.

Die Schüler der Klasse 10b stellten ihre Werke bei der Veranstaltung vor und informierten über die Hintergründe der einzelnen Werke. So ginge es für Jasmin Hermann aus der 10b vor allem um die Vergangenheit, und was man aus ihr lernen könne. Ihr Klassenkamerad Alexander Franke habe sich eher auf die moderne Geschichte konzentriert: „Wir haben uns vor allem mit der UN als moderne Form der Friedenssicherung beschäftigt“, sagte der Schüler bei der Vorstellung seines Gruppenwerks.

Auch Bürgermeister Marc Trampe, der die Schüler begrüßte, zeigt sich zufrieden. Ihm ginge es vor allem um das „Verjüngen“ des Gedenktages und er sei froh über die Zusammenarbeit mit der CVS. Für die Rellinger Kirchengemeinde stehe der diesjährige Volkstrauertag im Zeichen der „Kriegsspuren“, sagte Pastor Lennart Berndt, der auch anwesend war. „Es gibt sichtbare und unsichtbare Spuren, die uns zeichnen“, sagte der Pastor bei der Ausstellungseröffnung. Während der aktuellen Friedensdekade der Kirche suche man daher Spuren des Friedens, die gegen die des Krieges angingen, ergänzte er. Auch für ihn sei es „richtig und wichtig“, sich mit dem Erhalt des Friedens am Volkstrauertag auseinander zu setzen. Aber der Tag habe immer noch eine „Fremdheit“. „Die zu bekämpfen ist ein Stück weit Bildungssache“, sagte Brandt.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 16:15 Uhr

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