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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 13:03 Uhr

Kunstmarkt in Wedel : Ein Stelldichein der Könner

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Tradition: 29 Aussteller präsentieren sich im Wedeler Rathaus.

Wedel | Wenn ein Mensch für den Wedeler Kunstmarkt im Rathaus steht, ist das Kulturforumsvorsitzende Monika Dohmen. Seit mehr als 20 Jahren organisiert sie die eindrucksvolle Schau von Kunsthandwerkern und Künstlern nahezu im Alleingang, sucht den Kontakt zu Kunstschaffenden, schaut sich ihre Arbeiten an und verpflichtet sie nach eingehender Prüfung für die Traditionsveranstaltung in Wedel. Viel Arbeit, mit der sie jeweils direkt im Anschluss an einen Markt wieder beginnt. Ihr Lohn ist die positive Rückmeldung der Besucher, die selbst längere Anfahrten in Kauf nehmen, aber auch der Künstler, die die Atmosphäre und die Nähe zu den Besuchern schätzen. Am Sonnabend, 5. November, und Sonntag, 6. November, jeweils von 11 bis 18 Uhr, nutzen die Kunstschaffenden bereits zum 41. Mal die von Dohmen gepflegte Plattform, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. 29 Aussteller haben ihr Kommen angekündigt. Darunter ist auch die Organisatorin, die ihren Schmuck zeigt.

Vielfalt und Qualität sind für Monika Dohmen oberstes Gebot bei der Zusammenstellung der Ausstellerliste. „Ich sehe immer zu, dass mindestens ein Drittel der Aussteller neu ist“, sagt sie. Dafür reist sie umher, recherchiert im Internet, nutzt Empfehlungen. Aber ihre Aufgabe wird schwieriger. Viele Kunsthandwerker hätten inzwischen aufgehört, zumeist aus Altersgründen. Aber die Organisatorin weiß, wo sie immer noch fündig wird, und hat für das Ereignis am kommenden Wochenende erneut eine attraktive Mischung verschiedener Stile und Kunstgewerke zusammengestellt. Zu den Ausstellern gehören die Lieblinge der Besucher, etwa die Malerin Lucia Albrecht aus Wedel oder der Hamburger Lederspezialist Stefan Urbach.

Einer der Stars dürfte die Seevetaler Künstlerin Bettina Greitzke sein. Sie nutzt Beton, das Material der Bauindustrie, für ihre Skulpturen und begeisterte damit zuletzt die Besucher der Altonale. Ihre Arbeiten sind ungewöhnlich filigran für einen Werkstoff, der nicht für seine Schönheit, sondern für seine Haltbarkeit bekannt ist. Greitzke weiß seine überraschende Seite zu nutzen, die ausdrucksstarke und kreative. Darüber hinaus finden die Besucher Mode und Schmuck, Keramikarbeiten, Metallkunst, textile Bilder, Druckgrafiken, Galvanoplastiken, Metallkunst, Blumensteine, Lampenschirme, Objekte aus Stein, Wohnaccessoires, Aquarelle, individuelle Schreibgeräte aus Holz, Hüte, Papierarbeiten, Fotografien und Schmuck aus Keramik. Liebhaber handgefertigter Unikate können viel Geld ausgeben, müssen es aber nicht. Die Preise sind so kalkuliert, dass auch der Besitzer eines kleineren Geldbeutels zuschlagen kann. Und dann gibt es auch noch die Tombola, für viele allein schon den Besuch wert. Zwei bis drei Arbeiten stellt jeder Aussteller für den guten Zweck zur Verfügung, das hat ebenso Tradition wie der Markt selbst. Die Kunstwerke wechseln im Laufe der beiden Tage als Gewinne den Besitzer. Voraussetzung ist der Erwerb eines Loses zum Preis von einem Euro pro Stück. Das eingenommene Geld geht an das Theater Wedel.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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