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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:43 Uhr

Integration in Pinneberg : Ein sicherer Hafen für Geflüchtete

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im ehemaligen Akad-Gebäude treffen sich Asylbewerber und Ehrenamtliche. Computerclub eröffnet.

Pinneberg | Tausende von Flüchtlingen sind im Mittelmeer ertrunken, ihre Boote haben den sicheren Hafen nicht erreicht. Doch jene, die es bis nach Pinneberg geschafft haben, finden hier einen geschützten Ort im ehemaligen Akad-Gebäude, Am Rathaus 10. Im oberen Stock des Hauses, wo auch das Schöffengericht tagt, liegt der „Hafen“. Das Akronym steht für „Handeln für Flüchtlinge ehrenamtlich-nützlich“.

Seit Anfang des Jahres gibt es den Treffpunkt für Flüchtlinge und Ehrenamtliche, die den neuen Nachbarn ihre Zeit schenken, sie auf den ersten Wegen durch die Stadt begleiten, Sprachunterricht geben oder in der Kleiderkammer Textilien verteilen. „Dass Flüchtlinge zu unserer Gesellschaft gehören, das hat sich während der vergangenen Monate in den meisten Köpfen festgesetzt.

Es geht jetzt darum, dass die Menschen, die bei uns bleiben, auch ankommen“, sagt Flüchtlingskoordinatorin Pia Kohbrok. Seit dem 1. Oktober 2015 ist die Sozialwissenschaftlerin bei der Stadt hauptamtlich beschäftigt. Sie kümmert sich auch um das Projekt „Hafen“ und trifft sich dort mit Mitarbeitern des Jobcenters, um beispielsweise darüber zu referieren, wie es nach der Anerkennung weitergeht. Aktuell gibt es 554 Asylsuchende und 182 Obdachlose in der Kreisstadt.

Flüchtlingskoordinatorin Pia Kohbrok.

Flüchtlingskoordinatorin Pia Kohbrok.

 

Willkommenskultur – dazu gehört auch der Computerclub, der im Hafen jüngst eröffnet hat. Thomas Hooge und seine Frau Violeta sind jeden Mittwoch ab 18.30 bis 20.30 Uhr vor Ort. Hooge repariert Computer und programmiert sie. Aber: „Wir wollen kein Schrottsammelplatz sein“, stellt er klar.

Dem Ehepaar geht es darum, einen Beitrag für die Integration zu leisten. „Für die Flüchtlinge ist der Computer ein wichtiges Mittel, mit ihren Angehörigen in der Heimat zu sprechen. Sie halten damit Kontakt zu Familie und Freunden“, sagt Hooge. Aber auch Sprachprogramme, die die Geflüchteten nutzen, spielt der Experte auf den PC. Sprache – sie ist das A und O für eine gelungene Integration.

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erstellt am 13.Mai.2016 | 12:30 Uhr

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