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Pinneberger Tageblatt

30. März 2017 | 12:50 Uhr

Ein Profikiller als Seelsorger

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„De Nervbüdel“Theaterverein Rellingen inszeniert Komödie ab 31. März / „Spannend, voller Situationskomik“

Ein Hotel mit zwei benachbarten Zimmern ist Schauplatz dieser höchst absonderlichen Komödie – Wand an Wand zwei Männer, die töten wollen: Profikiller Ralf, der im gegenüberliegenden Justizgebäude einen Zeugen zum Schweigen bringen soll, und Ehemann Hans-Dieter sich selbst aus Liebeskummer. Mit der Komödie von Francis Veber „De Nervbüdel“ (deutsch: Dieter Hallervorden) bringt der Theaterverein Rellingen ein Stück mit ungeahnten Steigerungen auf die Bühne. Premiere ist am Freitag, 31. März, ab 19.30 Uhr im Rellinger Hof, Hauptstraße 31. „Wir haben uns für das Stück entschieden, weil es spannend, witzig und voller Situationskomik ist“, so Sprecherin Iris Kleie.

Regisseurin Margrit Möller sah die plattdeutsche Komödie in der Fassung von Frank Grupe zuerst im Ohnsorg-Theater. „Uns hat das Stück dann so gut gefallen, dass wir es auch spielen wollten“, berichtet Möller. Es handele sich um ein Boulevard-Stück, das dem Publikum viel Aufmerksamkeit abverlange.

Zum Inhalt: Nachdem die Hotelchefin (Friederike Bauer) von den Selbstmordabsichten Hans-Dieter Spitzecks (Andreas Rode) Kenntnis erlangt, beschließt sie, die Polizei zu holen. Um dieses Vorhaben zu stoppen, verspricht Killer Ralf (Dirk Schaller) auf Spitzeck aufzupassen. Dieser wiederum versteht diese aus berechnenden Motiven resultierenden Bemühungen als intensive Freundschaftsbekundungen. Die Handlung spitzt sich zu, als ein Arzt (Bernd Kathmann) und ein Polizist (Stefan Schmidt) ins Spiel kommen. Auch die Ex-Ehefrau (Raina Klehn) bringt jede Menge Schwung ins Geschehen, versucht Spitzeck doch seine Ehefrau zurückzugewinnen. Doch diese hat inzwischen nur noch Augen für ihren neuen Liebhaber, den Arzt.

Das Stück wurde 1981 auch unter dem Titel „Buddy, Buddy“ in Hollywood durch Regie-Legende Billy Wilder (1906-2002) verfilmt – mit Jack Lemmon und Walter Matthau in den Hauptrollen.

Die Rellinger Mimen proben seit drei Monaten. Hauptdarsteller Andreas Rode bezeichnet es als „Herausforderung“, den labilen Hans-Dieter Spitzeck zu spielen. Er wuchs mit der plattdeutschen Sprache auf, beherrscht sie perfekt. „In der Schule litt ich eher darunter, mir das Plattdeutsche fast abgewöhnen zu müssen“, erinnert sich Rode. „Später“ habe er seine Liebe zur Sprache wieder entdeckt. Schülerin Stefanie Rubbert, Helga Weise und Andreas Mode kreierten gekonnt ein gemaltes Bühnenbild. Dabei handelt es sich um das dem Hotel gegenüber gelegene Justizgebäude.

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