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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:23 Uhr

Rewe-Erweiterung : Ein Investor will den Markt beleben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Stellungnahme der Landesplanung schlägt drei Varianten vor.

Bönningstedt | Bekommt Bönningstedt einen zweiten Frischemarkt? Die Antwort der Landesplanung, die im Zuge der vergangenen Sitzung des Bauausschusses öffentlich gemacht wurden, ist eindeutig: „Nein“. Allerdings schlägt die Behörde drei Varianten vor, die genehmigungsfähig wären – die Gemeinde aber dennoch vor eine schwierige Wahl stellen.

In der Variante A ist vorgesehen, auf den geplanten Edeka an der Kieler Straße zu verzichten und den bestehenden Rewe am Markt auf maximal 1400 Quadratmeter zu vergrößern. Darüber hinaus könne der Aldi am Standort Kieler Straße mit höchstens 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie ein Drogeriemarkt mit 700 Quadratmetern dort errichtet werden.

Variante B sieht vor, den bestehenden Rewe-Markt aufzugeben und an der Kieler Straße einen neuen Frischemarkt zu errichten oder aber den bestehenden Frischemarkt an den Planstandort Kieler Straße zu verlegen. Auch für diese beiden Möglichkeiten sieht die Landesplanung kein Problem darin, den Aldi- sowie den Drogeriemarkt an der Straße zu errichten. Bei allen Möglichkeiten müsse jedoch sichergestellt werden, dass die jetzige Aldi-Verkaufsfläche nicht erneut zum Lebensmittelgeschäft wird.

Während der Vertreter des Edeka-Investors seine Planungen der Bönningstedter Öffentlichkeit bereits vorgestellt hat, wollte der Besitzer der Fläche am Markt, Rolf Mensching, sein Konzept zunächst im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung präsentieren. „Ich wurde schon mehrfach aus der Bevölkerung heraus angesprochen – es ist seitens der Menschen, die hier leben, gewollt, dass der Markt revitalisiert wird“, sagte Mensching im Gespräch mit unserer Zeitung. Allein könne er dies allerdings nicht bewerkstelligen. „Ich kann nur hoffen, dass das angenommen wird“, sagte er.

Der vorgelegte Plan des Architekten sieht vor, zusätzliche Flächen im Erdgeschoss als Verkaufsfläche zu nutzen. Darüber hinaus soll nach vorn, zur Kieler Straße hin, sowie nach rechts zur Bahnhofstraße hin angebaut werden. „Die Marktfläche in der Mitte wird davon nicht berührt“, betonte der Investor. Den Eingang zum Ladengeschäft allerdings wolle er nicht verlegen. Für diese Pläne müsse der bestehende Bebauungsplan nicht geändert werden. Zur Belebung des Platzes sollen schnellstmöglich Mieter für die beiden leer stehenden Verkaufsflächen gefunden werden. „Für einen neuen Gastronomen laufen bereits intensive Gespräche“, gab Mensching bekannt. Nun sei es an der Gemeinde, über den Bauantrag zu befinden.

„Die BWG-Fraktion hat die Pläne interessiert zur Kenntnis genommen“, sagte Fraktionschef Stefan Kiel. Fraktionsintern habe es noch keine Gelegenheit gegeben, darüber zu beraten, da die internen Besprechungen noch anliegen würden. „Wir sind uns als Fraktion aber einig, dass sich die politischen Gremien noch in diesem Jahr für einen der aufgezeigten Wege entscheiden sollten“, kündigte Kiel an. „Die Kardinalfrage ist: ,Was wollen wir: Edeka oder Rewe‘“, sagte CDU-Fraktionschef Rolf Lammert. Mit den vorgestellten Plänen sei seine Fraktion nicht glücklich. Die vorgetragenen Ideen seien nicht durchdacht. „Das muss überplant werden, der Eingang muss zum Parkplatz hin sein“, forderte er.

„Die vorgelegten Pläne entsprechen genau der im Dorfentwicklungskonzept anvisierten Nutzung für das Areal: Eine Ortsmitte mit Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Apotheke, ein öffentlicher Platz für Veranstaltungen und so weiter“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Resy de Ruijsscher. Zudem enthalte der Entwurf ökologische Elemente wie Dachbegrünung und Dachgärten, welche die Wohnqualität steigerten. „Wir freuen uns, dass nach jahrelangem Stillstand die Bönningstedter Politik nun endlich die Chance hat, die richtige Entscheidung zum Wohl der Gemeinde zu treffen“, so de Ruijsscher weiter. „Unsere Fraktion berät derzeit darüber noch“, sagte Frauke Foth (SPD). Die amtierende Bürgermeisterin Anke Rohwer-Landberg war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 12:15 Uhr

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