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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:40 Uhr

„Durch und durch Pinnebergerin“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Interview Susan Burmester spricht über ihre Arbeit für die Wirtschaftsgemeinschaft und ihre Unterstützung für Kinder

Susan Burmesters Arbeit für die Wirtschaftsgemeinschaft ist vielfältig. Sie ist beispielsweise maßgeblich an der Organisation des Berufsinformationstages beteiligt. Darüber hinaus gehört sie dem Vorstand des Vereins Pinneberger Kinder an. Im Interview mit unserer Zeitung spricht Burmester über ihr vielfältiges Engagement.

Wie sieht Ihre Arbeit für die Wirtschaftsgemeinschaft aus?
Susan Burmester: Ich arbeite inzwischen seit 14 Jahren für die Geschäftsstelle der Wirtschaftsgemeinschaft und habe diese damals auch mit aufgebaut. Erst waren wir im PiZ untergebracht, seit zehn Jahren nutzen wir Räume in der Bismarckstraße. Die Geschäftsstelle – meine Kollegin und ich – kümmern uns um die administrativen Aufgaben, Organisation von internen Veranstaltungen für
Mitgliedsbetriebe und spezielle Projekte wie den Berufsinformationstag, das Weinfest und aktuell um den am 1. Juni eingeführten Pinneberg-Gutschein.

Welche Bedeutung hat die Wirtschaftsgemeinschaft für die Stadt?
Die Wirtschaftsgemeinschaft ist ein Verein, den es inzwischen seit fast 35 Jahren gibt und der aus Pinneberg längst nicht mehr wegzudenken ist. Unser Satzungszweck ist, etwas für den Standort zu tun. Ohne uns würde es Veranstaltungen wie das Weinfest gar nicht geben. Der Verein ist zudem ein wichtiger Ansprechpartner für die Politik und wurde beispielsweise einbezogen, als es um die Frage ging, ob eine Wasserskianlage etwas für den Standort Pinneberg ist. Rehmenfeld, Eggerstedt-Kaserne – wenn wichtige Entscheidungen anstehen, werden wir nach unserer Meinung gefragt. Aktuell ist für uns wichtig, dass nach der Kreisverwaltung nicht auch noch das Straßenverkehrsamt nach Elmshorn umzieht.

Was kann die Wirtschaftsgemeinschaft für die Unternehmen tun?
Es gibt diverse Angebote, mit denen wir die Betriebe unterstützen – aktuell zum Beispiel einen Workshop zum Thema „Business-Knigge“, den wir kostenlos anbieten. Sehr wichtig ist auch der Berufsinformationstag. Dadurch bringen wir Unternehmen und angehende Auszubildende zusammen. Davon profitieren die Jugendlichen und die Betriebe am Wirtschaftsstandort Pinneberg.

Funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft?
Ja. Wir tauschen uns häufig aus. Die Parteien kommen auf uns zu, weil sie wissen wollen, wie die Wirtschaft denkt. Dieser Austausch ist enorm wichtig.

Sie sind nicht nur an der Organisation des Berufsinformationstags beteiligt, sondern kümmern sich auch um „Wake up Pi“ und den Pinneberger Kindertag. Sind Sie ein Organisationstalent?
Es bringt mir auf alle Fälle sehr viel Spaß, etwas dazu beizutragen, dass solche Veranstaltungen möglich sind. Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie und weiß daher, worauf es beim Organisieren ankommt. Da das Angebot für die Jugendlichen in Pinneberg überschaubar ist, finde ich es wichtig, dass es Höhepunkte wie „Wake up Pi“ und den Kindertag gibt. Dort gehen die Jugendlichen hin und müssen keinen Eintritt zahlen. So etwas braucht die Stadt.

Sie arbeiten auch im Vorstand des Vereins Pinneberger Kinder mit. Was ist der Grund für Ihr Engagement?
Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Da die Kommunen aber immer weniger Geld zur Verfügung haben, müssen wir andere Wege finden, etwas für sie zu tun. Der Verein Pinneberger Kinder ist mit Kurt Desselmann, Traudchen Perrefort und mir im Vorstand inzwischen so aufgestellt, dass wir wesentlich mehr Projekte als früher fördern können. Da man uns in der Stadt kennt, wissen Bürger und Unternehmen, dass sie sich auf uns verlassen können. Wir sorgen dafür, dass das Geld in der Stadt bleibt und dort ankommt, wo es wirklich gebraucht wird.

Was hat der Verein Pinneberger Kinder schon bewirkt?
Unser großes Projekt ist, dass wir Kindern ermöglichen, das Schwimmen zu lernen. In den vergangenen vier Jahren haben wir dafür 400 Gutscheine ausgegeben. Seit anderthalb Jahren fördern wir zudem das Projekt „Sprachmittler“, das Flüchtlinge unterstützt. In Kooperation mit dem Elmshorner Verein „Brücke e.V.“ sorgen wir dafür, dass Dolmetscher finanziert werden. Diese ermöglichen Gespräche zwischen Lehrern und Flüchtlingsfamilien. Ein weiteres Projekt gibt Flüchtlingskindern die Chance, gemeinsam zu musizieren.

Was fehlt Pinneberger Kindern?
Eine gewisse Armut ist da. Es gibt immer wieder Anfragen von Kindergärten, ob wir Familien unterstützen können, die sich das Mittagessen für ihre Kinder oder Förder- und Betreuungsangebote nicht leisten können. Der Verein hilft auch in Einzelfällen. Unser Schwerpunkt liegt aber darin, Projekte zu unterstützen. Uns ist wichtig, dass möglichst viele Jungen und Mädchen von unserer Arbeit profitieren.

Sie engagieren sich in vielfältiger Weise für die Stadt. Was gefällt Ihnen besonders an Pinneberg?
Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe viele Freunde. Ich bin also durch und durch Pinnebergerin und lebe einfach gerne hier. Deswegen will ich durch mein Engagement dazu beitragen, dass in der Stadt etwas geboten wird.


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