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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 04:18 Uhr

Anstoss - Die HSV-Kolumne : Djourou darf nicht mehr Kapitän bleiben

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kapitän muss dafür sorgen, dass das sinkende HSV-Schiff wieder auf Kurs kommt.

Hamburg | Früher hatte der HSV Kapitäne und Führungsspieler wie Horst Hrubesch, Uwe Seeler und David Jarolim. Sie krempelten die Ärmel hoch, wenn es mal schlecht lief und rissen die Mannschaft mit. Heute hat der Dino Johan Djourou. Der Kapitän sorgt nicht dafür, dass das sinkende HSV-Schiff wieder auf Kurs kommt, sondern trägt maßgeblich zum Untergang bei. Was der Spielführer in dieser Saison und auch schon in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit ablieferte, ist nicht bundesligareif. Seine katastrophalen Fehlpässe erinnern stark an Heiko Westermann in dessen Hamburger Spätphase.

Deshalb sollte Trainer Markus Gisdol den Kapitän möglichst schnell absetzen. Djourou ist in seiner derzeitigen Verfassung keine Hilfe für die Mannschaft und hat mit sich selbst genug zu tun. Für ihn wäre es kurzfristig sicherlich ein Nackenschlag, wenn er die Binde verliert. Darauf darf Gisdol keine Rücksicht nehmen. Denn Djourou ist momentan kein Führungsspieler, sondern ein Sicherheitsrisiko und spielt eigentlich nur, weil sein Konkurrent Cleber noch schlechter ist. Das Kapitänsamt sollte René Adler übernehmen. Der spielt zwar auch keine brillante Saison, ist aber fast der einzige Spieler, der bisher nicht komplett versagt hat. Also gibt es schon allein aus Leistungsgründen keine Alternative zum Torhüter. Er ist der einzige, der sich zumindest ab und an mal gegen den Niedergang aufbäumt.

Ansonsten steht auf dem Platz inzwischen die „Erste Allgemeine Verunsicherung“. Die Nerven sind so angespannt, dass momentan gar nichts mehr funktioniert. Die Mannschaft ist dem Druck offensichtlich nicht gewachsen. Das ist allerdings bestenfalls eine Erklärung, aber keine Entschuldigung für die derzeitigen Minusleistungen. Von gestandenen Profis, die Millionengehälter verdienen, sollte man erwarten, dass sie auch in schwierigen Zeiten halbwegs vernünftigen Fußball spielen.

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erstellt am 13.Nov.2016 | 08:32 Uhr

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