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Pinneberger Tageblatt

30. März 2017 | 16:52 Uhr

Digitalisierung an Schulen forcieren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

austausch Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (SPD) bei Halstenbeks neuem Bürgermeister / „Kommunen in der Pflicht“

Seit dem 1. Februar ist Claudius von Rüden (SPD) im Amt. Als Bürgermeister der Baumschulengemeinde Halstenbek mit knapp 18  000 Einwohnern wird der Verwaltungschef seitdem nahezu täglich mit Premieren konfrontiert. Dazu gehörte auch jüngst die traditionelle Jahresanfangs-Visite des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann. In Begleitung des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jürgen Boller und der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Marlies Hennecke ging es im Dienstzimmer in der Gustavststraße 6 nicht nur um Nettigkeiten. Abgesehen vom Heide-Simonis-Gedächtnis-Schal als Mitbringsel.

Das ist auch nicht die Art, mit der der Politiker Rossmann (66) – seit 1998 sitzt der Elmshorner im Bundestag – die Schwerpunkte während der Dialoge setzt. Als Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Diplom-Psychologe und promovierter Sportwissenschaftler stand das Thema Bildung ganz oben auf der Liste. Die zurückliegenden millionenschweren Investitionen in neue Schulen in Halstenbek begrüßte der Politprofi und kündigte an, dass die Bundesregierung den Schwerpunkt „Digitale Ertüchtigung“ an Schulen weiter in den Fokus rückt. Rossmann kündigte an, dass „ein Förderprogramm über fünf Milliarden Euro – auf fünf Jahre gestreckt – zum Ausbau von WLAN, Netzanschlüssen sowie Hardware“ angestrebt werde. Eine Herausforderung für alle Beteiligten – bei etwa neun Millionen Schülern landesweit. Da müsse, so der Bundespolitiker, jede Kommune ein Entwicklungskonzept erstellen.

Dass Halstenbek trotz Kraftanstrengungen in Bezug auf die Schaffung von Krippen-Plätzen einen Bedarf an 100    Plätzen hat, war ein weiterer Schwerpunkt des Gedankenaustauschs. Von Rüden versicherte, dass die Verwaltung langfristige Bedarfe konkret ermitteln wolle. 1,12 Milliarden Euro hat die Regierung laut Rossmann zur Förderung von Plätzen eingeplant. Zu wenig: „Der Bund muss finanziell nachlegen“, so Rossmann.

Faires Wohnen, sprich sozialer Wohnungsbau, ist für Halstenbeks Genossen seit Jahren ein Top-Thema. Rossmann prophezeite im Gespräch, dass Suche und Angebot von bezahlbarem Wohnraum ein Schwerpunktthema des laufenden Bundestagswahlkampfs sein werde.

Des Weiteren ließ sich Rossmann über die Betreuung von etwa 300 Flüchtlingen in Halstenbek informieren. Und betonte: Brücken bauen, Integration durch Wohnungen und Praktika sowie Jobs hätten Priorität. Auch hier gäbe es einen Schwerpunkt, den die Regierungskoalition in Berlin setze: Von den 10  000 Plätzen im Freiwilligen Jahr könnten auch Flüchtlinge profitieren.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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