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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

Die Ziegen geben das Tempo vor

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sommerferienprogramm Acht Kinder wandern mit den Huftieren im 550 Hektar großen Ahrensburger Naturschutzgebiet

Sie sind zwar zutraulich, wollen aber unbedingt das Tempo angeben: Die Ziegen Henri und Benny sind mit ihrer Mutter Glöckchen mehrere Stunden lang durch das Naturschutzgebiet gewandert, begleitet wurden sie dabei von Rudi und Flocke – und acht Kindern, die im Zuge des Juks-Sommerferienprogramms in Schenefeld am Ziegentrekking teilnahmen.

Um 11 Uhr startet der Ausflug: Svenja Furken, die die Gruppe anführen wird, holt an einer Leine die fünf Ziegen von ihrem Bauernhof „Brauner Hirsch“ in Ahrensburg. „Weiß jemand, was Trekking bedeutet?“, fragt Furken in die Runde. Keine Antwort. „Ganz einfach: auf Deutsch übersetzt heißt es Wandern. Heute wandern wir drei Stunden lang mit den Thüringer Waldziegen.“ Diese seien sehr zutrauliche und ungefährliche Tiere: „Sie können nicht wie Pferde austreten oder beißen“, erklärt die Umweltexpertin, die seit zehn Jahren auf dem Hof lebt und seit vier Jahren das Ziegentrekking anbietet.

Gemeinsam werden die fünf Ziegen über die Straße geführt und kurz danach von der Leine gelassen. Es geht ins 550 Hektar große Naturschutzgebiet Höltigbaum in Ahrensburg, ein ehemaliger Militärübungsplatz. „Die Ziege rennt ja doppelt so schnell wie ich“, ruft der elfjährige Alex erstaunt. Und hat schon bald darauf einen Favoriten: „Ich mag Locke am liebsten, weil sie so gern und viel isst“, sagt er und füttert das Tier mit Blättern. Von den Frühstücksbroten der Kinder dürfen die Ziegen als Pflanzenfresser nichts abbekommen. „Sonst würden sie nur noch an eure Rucksäcke gehen“, sagt Furken lachend. Die Gruppe wandert durch das prachtvolle Naturschutzgebiet, das insbesondere bei Wanderern und Radfahrern aus Hamburg auf Begeisterung stößt.

Die Ziegen geben das Tempo vor. Auch schottischen Galloway-Rindern begegnen die Kinder auf dem Weg. Die anfängliche Scheu weicht bald ausgiebigem Kuscheln mit den Tieren. „Ich mag alle Ziegen gleich gern. Aber ich erschrecke mich immer, wenn sie auf einmal ganz nah an uns vorbeilaufen“, sagt der sechsjährige Jacob. Am Ende der Wanderung fällt den Kindern der Abschied schwer, die Ziegen sind ihnen ans Herz gewachsen.

Mit der Planung für den Ausflug hatten die Betreuerinnen Ina Göhlitz und Alica Levenhagen schon im Frühling begonnen. Beim Sommerferienprogramm legen die Pädagoginnen Wert auf ein möglichst breit gefächertes Angebot. „Mit dem Ziegentrekking haben wir etwas Neues ausprobiert. Die Kinder haben so viel Spaß mit den Tieren, dass sie nach der Wanderung gar nicht erschöpft sind“, resümiert Levenhagen zufrieden.

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www.juks-schenefeld.de


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