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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Betreuungsnotstand in Halstenbek : Die SPD fordert einen dritten Kindergarten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

100 Krippenplätze fehlen in Halstenbek dauerhaft: Christoph Bittner und Maythe Spott sagen „Nein“ zu möglichen Anbauten.

Halstenbek | „100 Krippenplätze fehlen dauerhaft.“ Das sagen Halstenbeks SPD-Fraktionschef Christoph Bittner und Maythe Spott, Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Schule und Jugend. Und reden erst gar nicht um den heißen Brei herum: Das Duo fordert im Namen der Partei einen dritten Kita-Neubau in der Baumschulengemeinde.

„Vor der Sommerpause hat die SPD-Fraktion die mit 100 Plätzen sehr hohe fehlende Zahl an Krippenplätzen öffentlich gemacht“, erinnert das Duo an frühe Initiativen der Partei. 40 Prozent der beantragenden Eltern hätten eine Absage erhalten. „Seinerzeit haben wir angekündigt, dieses Thema zeitnah in der Fraktion zu beraten und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren“, betont Bittner in einem öffentlichen Schreiben. „Wir fordern einen weiteren Kitaneubau, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten.“

Die Genossen geben zu: In Halstenbek herrschte in den zurückliegenden Jahren in Sachen Kinderbetreuung kein Stillstand, geschweige denn Däumchendrehen. „Was wurde in den letzten Jahren zur Schaffung zusätzlicher Kitaplätze unternommen?“, stellt Spott die Fragen in den Raum. Das Versprechen ihrer Partei an die Wähler, ein bedarfsdeckendes Kindertagesstättenangebot zu realisieren, sei versprochen worden. „Seitdem hat sich viel getan. Am Eidelstedter Weg ist eine neue Kita mit hundert Plätzen entstanden. Durch Anbauten an die Awo-Kita sowie die Kita Bickbargen wurden zusätzliche vierzig Krippenplätze geschaffen. Am Bickbargen wird aktuell eine weitere Kita mit hundert Plätzen errichtet“, zählen Bittner und Spott die Millionen-Investitionen der Zukunft auf. „Hinter all diesen Maßnahmen steckt ein gewaltiger logistischer und auch finanzieller Kraftakt. Wir sind froh, dass Verwaltung und Politik an einem Strang bei der Schaffung zusätzlicher Kitaplätze ziehen. Endlich geht es voran“, heißt es aus der SPD-Zentrale. Und sie sind optimistisch: „Im nächsten Sommer wird Halstenbek nach Angaben der Verwaltung im sogenannten Elementarbereich, der Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen, eine Bedarfsdeckung erreicht haben.“

Doch die Defizite im Krippenbereich wurmt die Sozialdemokraten: „Neue Entwicklungen haben uns trotz dieser vielen Anstrengungen überholt. Durch geburtenstarke Jahrgänge und die große Dynamik, dass beide Elternteile immer früher wieder in ihre Berufe nach der Elternzeit zurückkehren, fehlen laut Verwaltung derzeit noch rund hundert Krippenplätze für die unter Dreijährigen“, gibt sich Bittner ernüchtert. „Diese Plätze fehlen dauerhaft, so dass mit Übergangslösungen nicht geholfen ist. Aus den Antworten geht ferner hervor, dass von den 100 Absagen etwa 40 Kinder einen Betreuungsplatz in einer Kita außerhalb Halstenbeks gefunden haben. Konsequenz: Die Kommune muss laut Bittner hierfür Kostenausgleich leisten.

Auch für den Krippenbereich setzt sich die SPD für ein bedarfsdeckendes Angebot ein. Nächsten Sommer werden zwanzig neue Krippenplätze in der neuen Kita im Bickbargen eröffnet. Ein darüber hinausgehender Krippenausbau hat für uns Sozialdemokraten Priorität. Da es nicht möglich ist, den großen zusätzlichen Bedarf über Anbauten zu decken, ist ein Neubau unausweichlich.“

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erstellt am 11.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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